| Indonesien könnte 8.000 Soldaten für Gaza-Mission schicken |
| 10.02.2026 09:21:00 |
Vor der ersten Sitzung des sogenannten
Friedensrats in den USA hat Indonesien seine Bereitschaft zur
Entsendung von Soldaten in den Gazastreifen bekräftigt. Der
indonesische Armeechef Maruli Simanjuntak bestätigte, dass das Land
mit der Vorbereitung von Personal für einen möglichen
Friedenseinsatz begonnen habe - vor allem von Ingenieuren und
Sanitätern. Es könnten zwischen 5.000 und 8.000 Soldaten eingesetzt
werden, sagte er vor Journalisten.
Eine endgültige Entscheidung sei aber noch nicht gefallen. "Alles
wird noch verhandelt und noch ist nichts sicher", erklärte der
General. "Zum jetzigen Zeitpunkt gibt es noch keine bestätigte
Zahl." Der Beginn der Mission hänge vom Ausgang weiterer
Verhandlungen über die Umsetzung des Gaza-Friedensplans ab.
Entscheidungen über Zeitpunkt, Ort und Mandat des Einsatzes würden
von höheren Instanzen getroffen.
Indonesien hat wiederholt erklärt, es werde Truppen nur im Rahmen
einer internationalen Friedensmission und mit Zustimmung der
beteiligten Parteien nach Gaza entsenden.
Gaza-Plan sieht internationale Stabilisierungstruppe vor
Laut dem Plan von US-Präsident Donald Trump soll der "Friedensrat"
eine internationale Stabilisierungstruppe (ISF) aufbauen, die im
Gazastreifen für Ordnung sorgen soll. Ihre genaue Zusammensetzung
ist allerdings noch offen. Mehrere mehrheitlich muslimische Länder
hatten bereits Bereitschaft signalisiert, Soldaten zu stellen, neben
Indonesien etwa auch Pakistan. Deutschland beabsichtigt nicht, sich
militärisch an der ISF zu beteiligen.
Vorbereitungen im Süden des Gazastreifens
Der israelische Kan-Sender berichtete von Vorbereitungen im Süden
des Gazastreifens zur Aufnahme Tausender indonesischer Soldaten.
Zwischen Rafah und Chan Junis werde bereits ein Gebiet
bereitgehalten, in dem binnen weniger Wochen Quartiere für die
Truppen eingerichtet werden sollen. Der indonesische Präsident
Prabowo Subianto werde überdies in Washington erwartet, wenn der
sogenannte Friedensrat dort nach Medienberichten am 19. Februar zum
ersten Mal tagt.
Aufgaben der Truppe weiterhin unklar
Unklar blieb jedoch weiterhin, welche Aufgaben die
Stabilisierungstruppen übernehmen sollen. Die im Friedensplan
geforderte Entwaffnung lehnt die islamistische Terrororganisation
Hamas weiter ab.
Israels Armee soll sich laut dem Plan weiter aus dem Gazastreifen
zurückziehen und bislang gehaltene Gebiete schrittweise an die ISF
übergeben. Einen konkreten Zeitplan für all diese Punkte gibt es
bisher nicht.
Die Differenzen zwischen den Kriegsparteien sind weiter enorm. Die
Waffenruhe im Gaza-Krieg hatte zudem bereits in der ersten Phase der
Umsetzung mehrfach gewackelt, zuletzt gab es zahlreiche tödliche
Zwischenfälle in dem weitgehend zerstörten
Küstenstreifen./le/cfn/DP/zb
AXC0086 2026-02-10/09:21
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Autor: - dpa-AFX
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