| Jobabbau nach besseren Zahlen bei AMS Osram - Aktie gefragt |
| 10.02.2026 09:34:00 |
Der deutsch-österreichische
Lichtkonzern AMS Osram will weltweit Jobs abbauen.
Mehrere hundert fallen an Standorten in Deutschland weg, wie das
Unternehmen mitteilte. Insgesamt geht es um 2.000 Stellen, je etwa
1.000 in Europa und Asien - ein Teil der Maßnahmen ist allerdings
bereits bekannt. Parallel dazu legte AMS Osram am Morgen Zahlen vor,
die einen klaren Aufwärtstrend zeigen: Der Verlust sinkt. Am Markt
kam dies gut an: Die in der Schweiz notierte Aktie legte im frühen
Handel um 6,6 Prozent zu.
Schwerpunkt des Jobabbaus in Europa ist Deutschland. Hier fällt im
Halbleitergeschäft in Regensburg eine niedrige bis mittlere
dreistellige Zahl an Jobs weg, wie AMS-Osram-Chef Aldo Kamper sagte.
Es gehe vor allem um etablierte Produkte, die auch von asiatischen
Wettbewerbern angeboten würden. Deren Produktion wird aus
Kostengründen nach Asien verlagert. Dadurch entstehe in Regensburg
aber Platz für hochautomatisierte Fertigungen.
Lampengeschäft schrumpft
Weitere Jobs werden im Lampengeschäft gestrichen. Hier geht es vor
allem um die Standorte Herbrechtingen in Baden-Württemberg und
Schwabmünchen bei Augsburg. Die Schließung in Schwabmünchen ist
bereits seit einiger Zeit bekannt, AMS Osram rechnet sie in den
aktuellen Zahlen allerdings mit. Die IG Metall hatte zuletzt den
Abbau dort mit 270 Jobs beziffert. Das Geschäft mit klassischen
Halogenlampen für Autos schrumpft langsam, weil die Produkte
sukzessiv von LEDs verdrängt werden. Kamper betonte aber, dass es
noch viele Jahre weitergehen werde.
Gut 1.000 Jobs sollen außerdem an den asiatischen Standorten
wegfallen. Derzeit hat AMS Osram weltweit gut 19.000 Mitarbeiter,
7.500 davon in Europa und 10.700 in Asien. Den Jobabbau nannte
Kamper einen wichtigen, aber schmerzhaften Schritt, um die
Wettbewerbsfähigkeit zu verbessern.
Aufwärtstrend bei den Zahlen
Finanziell verbessert sich die Situation von AMS Osram, wie die
ebenfalls vorgelegten Geschäftszahlen zeigen. Im abgelaufenen Jahr
hat das Unternehmen nach Steuern 129 Millionen Euro Verlust gemacht
- das ist ein Sechstel des Wertes aus dem Vorjahr. Vor allem im
operativen Bereich lief es sehr viel besser. Der Konzern litt dabei
allerdings noch immer unter hohen Schulden. Für einen Teil davon hat
er vor wenigen Tagen durch den Verkauf eines Geschäftsteils an
Infineon eine Lösung gefunden./ruc/DP/nas
ISIN DE0006231004 AT0000A3EPA4
AXC0093 2026-02-10/09:34
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Autor: - dpa-AFX
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