| Macron drängt auf EU-Schulterschluss gegen USA und China |
| 10.02.2026 11:04:00 |
Vor einem informellen EU-Gipfel zur
Wettbewerbsfähigkeit hat Frankreichs Präsident Emmanuel Macron auf
einen Schulterschluss Europas gepocht, um sich China und den USA
gegenüber wirtschaftlich zu behaupten. Europa müsse verstärkt
investieren, seine Wirtschaft schützen, neue Handelsbündnisse
schließen und sich souveräner aufstellen, sagte Macron im Interview
mit mehreren europäischen Zeitungen, darunter die "Süddeutsche
Zeitung" und "Le Monde".
"Ich sage Ihnen: Wenn wir nichts tun, ist Europa in fünf Jahren
weggefegt", meinte Macron. "Wir müssen Europa als Macht denken, die
wir gemeinsam schaffen. Wir müssen uns vor dem Rest der Welt
schützen können, wir müssen versuchen, unser Modell zu verbreiten."
Europa müsse aufwachen und geopolitisch erwachsen werden, sagte
Macron vor dem Treffen der EU-Staats- und Regierungschefs am
Donnerstag, bei dem sie über die Auswirkungen des neuen
geopolitischen und geoökonomischen Umfelds auf die
Wettbewerbsfähigkeit der EU beraten wollen.
Mehr Investitionen in Zukunftstechnologien
"Wir investieren nicht genug in Verteidigung und Sicherheit, in
Technologien und ökologischen Wandel, in künstliche Intelligenz und
Quantentechnologie", sagte der französische Präsident. "Das sind die
drei Schlachten, die es zu schlagen gilt. Wir investieren viel
weniger als die Chinesen und die Amerikaner." Nötig seien gemeinsame
europäische Investitionen.
"Für zukunftsorientierte Ausgaben müssen wir eine gemeinsame
Verschuldungskapazität schaffen, also für Verteidigung, grüne
Technologien, künstliche Intelligenz und Quantencomputer", sagte
Macron. "Wenn wir dies in angemessenem Umfang und Tempo tun wollen,
müssen wir jetzt unsere Maßnahmen mit privaten Ersparnissen und dem
europäischen Haushalt durch Eurobonds für die Zukunft ergänzen, und
zwar genau in diesen drei Bereichen." Dabei gehe es nicht um die
Vergemeinschaftung bereits bestehender Schulden, sagte der
Staatschef des hoch verschuldeten Frankreichs.
Alternative zum Dollar
Der Weltmarkt habe zunehmend Angst vor dem amerikanischen Dollar und
suche nach Alternativen, so Macron. "Bieten wir ihm europäische
Schulden an." Für alle Investoren weltweit sei ein demokratischer
Rechtsstaat ein enorm attraktiver Faktor. "Es handelt sich also um
eine einmalige Gelegenheit, die es auch ermöglichen würde, die
Vorherrschaft des Dollars anzugehen."/evs/DP/mis
AXC0136 2026-02-10/11:04
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Autor: - dpa-AFX
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