| Weniger als nötig: Branche erwartet 215.000 neue Wohnungen in Deutschland |
| 10.02.2026 12:20:00 |
Bundesweit werden nach Zahlen der
Immobilienwirtschaft weiter viel weniger Wohnungen gebaut als
benötigt. Im vergangenen Jahr wurden geschätzt knapp 235.000
Einheiten fertig, 2026 sollen es 215.000 sein, wie aus dem
Frühjahrsgutachten des Zentralen Immobilien Ausschusses ZIA
hervorgeht. Den Bedarf schätzt das Gutachten auf jährlich knapp
258.000 neue Wohnungen bis 2040.
"Die Lücke schließt sich damit nicht, sie wächst", sagte Ralph
Henger vom arbeitgebernahen Institut der deutschen Wirtschaft, der
am Gutachten der sogenannten Immobilienweisen beteiligt war. "In
vielen Großstädten wird sich die Lage damit noch einmal zuspitzen."
Hoffnung machten die Baugenehmigungen, fügte Henger hinzu. 2025
seien 235.000 erteilt worden, 10,5 Prozent mehr als im Vorjahr.
"Aber dieser Anstieg kann den Rückgang der vorherigen Jahre nicht
ausgleichen", sagte der Experte.
Mieten gehen weiter hoch
Mieten seien weiter gestiegen, vermerkt das Gutachten. Im
Bundesdurchschnitt wurden Wohnungen im vierten Quartal 2025 um 4,1
Prozent teurer angeboten als ein Jahr zuvor. Am stärksten zugelegt
hätten die Mieten in Köln, nämlich im Schnitt um 7,6 Prozent auf
15,00 Euro je Quadratmeter. In Hamburg waren es 5,4 Prozent auf
14,41 Euro pro Quadratmeter.
In München war der Anstieg etwas geringer - plus 4,6 Prozent - das
Niveau aber mit 22,62 Euro je Quadratmeter besonders hoch. In
Frankfurt am Main wurden Wohnungen im Schnitt mit 17,19 Euro je
Quadratmeter angeboten, in Berlin mit 15,78 Euro. "Für 2026 werden
weitere Mietpreisanstiege erwartet", hält das Gutachten fest.
Seniorenwohnungen fehlen
Sehr großen Bedarf gibt es dem Gutachten zufolge bei Wohnungen für
ältere Menschen. "Aktuell fehlen 400.000 bis 500.000 Wohneinheiten
im Segment Seniorenwohnen", heißt es in dem Papier. Für sogenannte
barrierearme Wohnungen sieht es ebenfalls eine Versorgungslücke: bis
2035 könnte diese auf 3,7 Millionen Wohnungen anwachsen, heißt es.
Gebaut werde in diesem Segment wenig, weil es Investitionshemmnisse
gebe./vsr/DP/jha
AXC0160 2026-02-10/12:20
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Autor: - dpa-AFX
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