| DGB Nord warnt vor Jobabbau durch Reiches Energiewende-Pläne |
| 10.02.2026 12:53:00 |
Der Plan des
Bundeswirtschaftsministeriums zum Ausbau der Stromnetze und der
erneuerbaren Energien gefährdet aus Sicht des DGB Nord zehntausende
Arbeitsplätze in der Windbranche sowie viele Jobs in
energieintensiven Industrien. "Dieser Entwurf aus dem
Wirtschaftsministerium von Katherina Reiche ist das Gegenteil von
Planungs- und Investitionssicherheit", sagte die DGB
Nord-Vorsitzende Laura Pooth.
"In dieser Logik gewinnt immer das langsamste Pferd"
Wegen der neuen Verunsicherung drohe ein Teufelskreis: Der Ausbau
der Erneuerbaren werde nicht nur gebremst, sondern auch teurer.
Netzbetreiber würden ihre Netzausbauplanungen reduzieren und das
führe zur weiteren Blockade neuer Windräder oder Solaranlagen. "In
dieser Logik gewinnt immer das langsamste Pferd. Frau Reiche, als
Bundeswirtschaftsministerin: Das kann nicht ihr, das kann nicht
unser Anspruch sein", sagte Pooth.
Die Gewerkschaftschefin erinnerte an das Vorgehen des damaligen
Bundeswirtschaftsministers Peter Altmaier (CDU), das vor gut zehn
Jahren zehntausende Arbeitsplätze in der Solar- und Windbranche
gekostet habe. Jetzt drohe wieder ein solches Szenario, mit der
Folge, dass teure Gaskraftwerke viel länger laufen müssten als
nötig. Reiche (CDU) war vor ihrem Wechsel an die Spitze des
Bundeswirtschaftsministeriums Geschäftsführerin der Eon
-Tochter Innogy Westenergie.
Netzausbau hält nicht mit Anlagenzubau Schritt
Dem Gesetzentwurf der Ministerin zufolge soll der Zubau von Anlagen
besser mit dem Netzausbau synchronisiert und Kosten gesenkt werden.
Derzeit könne der Netzausbau nicht mit dem Anlagenzubau Schritt
halten. Deshalb komme es zur Vermeidung von Netzengpässen immer
wieder zur sogenannten Abregelung von Wind- und Solaranlagen.
Wird die Leistung gedrosselt oder abgeschaltet, erhalten Betreiber
bisher Entschädigungen, die jedes Jahr Milliarden kosten. Das will
das Ministerium ändern. Besonders belastete Netzgebiete sollen als
"kapazitätslimitiert" ausgewiesen werden können - im Falle von
Abregelungen sollen an den entsprechenden Standorten für
Neuanschlüsse keine Entschädigung mehr zu zahlen sein./klm/DP/mis
ISIN DE000ENAG999 DE0007037129 DK0061539921 DE000A0D6554 DK0060094928
AXC0164 2026-02-10/12:53
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Autor: - dpa-AFX
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