| KV Hotellerie: Gewerkschaft legt nach - Arbeitgeber kontern / Fronten verhärtet: Vida-Vize Janisch erneuert Kritik - Wirtschaftskammer weist Vorwürfe per "Faktencheck" zurück - Verhandlungen könnten dem Vernehmen nach im März weitergehen |
| 10.02.2026 12:58:00 |
Nach der Aussetzung der
Kollektivvertragsverhandlungen für Hotellerie und Gastronomie gehen
die Wogen weiter hoch. Während die Arbeitgeberseite die Gespräche
wegen "untergriffiger" Töne der Arbeitnehmervertretung auf Eis
gelegt hat, legt die Gewerkschaft vida nach. Die stellvertretende
Vorsitzende Olivia Janisch bekräftigte am Dienstag die Kritik an
Missständen in der Branche. Die Wirtschaftskammer (WKÖ) wies die
Vorwürfe umgehend in einem "Faktencheck" scharf zurück.
Anstatt der von den Arbeitgebern geforderten Entschuldigung gab
es am Dienstag neuerliche Vorwürfe seitens der Gewerkschaft vida.
Janisch dachte nicht daran, die Kritik zurückzunehmen, und legte
stattdessen in einer Aussendung nach. Man müsse Probleme wie
Registrierkassenbetrug oder Schwarzgeldzahlungen klar benennen
dürfen, wenn dadurch der Sozialstaat geschädigt werde. Die
Gewerkschaft pocht weiterhin auf Mechanismen, um "redliche
Unternehmen" besser vor jenen zu schützen, die sich durch illegale
Praktiken Wettbewerbsvorteile verschaffen.
Wirtschaftskammer kontert mit "Faktencheck"
Die Fachverbände der Wirtschaftskammer reagierten darauf mit
einem umfassenden "Faktencheck". Die Arbeitgeberseite wirft der
Gewerkschaft vor, Einzelfälle zu einem verzerrten Gesamtbild
"hochzupauschalisieren". Die geforderten Schutzmechanismen
existierten längst: Die Branche unterliege strengen gesetzlichen
Rahmenbedingungen und Kontrollen durch Finanzamt und
Arbeitsinspektion. Zudem wies die Kammer die Kritik an der
Lohnentwicklung zurück: Laut Statistik Austria seien die
Mindestlöhne in Beherbergung und Gastronomie in den letzten vier
Jahren um 27,1 Prozent gestiegen und damit stärker als in allen
anderen Branchen.
Die Obmänner der Fachverbände Gastronomie und Hotellerie, Alois
Rainer und Georg Imlauer, betonten in einer schriftlichen
Stellungnahme zwar ihre grundsätzliche Gesprächsbereitschaft.
"Voraussetzung ist, dass endlich von pauschalen Unterstellungen
gegenüber der Branche Abstand genommen wird", hieß es jedoch.
Solange das nicht geschehe, bleibt man auf dem Pausenknopf. Wann der
offizielle Startschuss für die Lohnrunde fällt, bleibt offen - dem
Vernehmen nach wird nun ein Termin im März angepeilt.
ivn/tpo
ISIN
WEB http://www.vida.at
https://www.wko.at/oe/news/pressestelle-wkoe
|
Autor: - APA/ivn/tpo
|
| Copyright APA/dpa-AFX. Alle Rechte vorbehalten. Weiterverbreitung, Wiederveröffentlichung oder dauerhafte Speicherung ohne ausdrückliche vorherige Zustimmung von APA/dpa-AFX ist nicht gestattet. |
|
|
| DAX | 24.989,74 | -25,13 | -0,10% |
| TecDax | 3.631,78 | -3,62 | -0,10% |
| MDAX | 31.895,31 | -70,56 | -0,22% |
| Dow Jones (EOD) | 50.135,87 | 20,20 | 0,04% |
| Nasdaq 100 | 25.268,14 | 192,37 | 0,77% |
| S & P 500 (EOD) | 6.964,82 | 32,52 | 0,47% |
| SMI | 13.517,73 | 14,67 | 0,11% |
|
| EUR/US$ | 1,1903 | -0,00 | -0,10% |
| EUR/Yen | 184,2482 | -1,49 | -0,80% |
| EUR/CHF | 0,9113 | -0,00 | -0,20% |
| EUR/Brit. Pfund | 0,8702 | 0,00 | 0,01% |
| Yen/US$ | 0,0065 | 0,00 | 0,87% |
| CHF/US$ | 1,3062 | 0,00 | 0,20% |
|
| baha Brent Indication | 72,35 | 2,75 | 3,95% |
| Gold | 5.047,90 | 8,49 | 0,17% |
| Silber | 82,29 | 1,99 | 2,48% |
| Platin | 2.096,16 | 5,07 | 0,24% |
| |
|
|