| Wiener Börse (Mittag) - ATX mit leichten Abgaben / ams-Osram im Anlegerfokus - Österreichs Industriekonjunktur weiter zurückhaltend |
| 10.02.2026 13:38:00 |
Der Handel am Wiener Aktienmarkt hat den ATX im
Verlauf weiter im Minus gehalten. Zu Mittag notierte der Leitindex
mit einem Minus von 0,06 Prozent bei 5.750,13 Punkten knapp im
negativen Bereich. Der ATX Prime fiel ebenso um leichte 0,04 Prozent
auf 2.855,91 Zähler. An den europäischen Leitbörsen zeigte sich ein
uneinheitliches Bild.
Im Mittelpunkt steht heute der steirisch-deutsche
Elektronikkonzern ams-Osram, der an der schweizerischen Börse
notiert ist. ams-Osram hat das Geschäftsjahr 2025 erneut mit roten
Zahlen abgeschlossen, den Verlust aber massiv eingedämmt.
Gleichzeitig kündigte der Konzern am Dienstag ein neues Sparprogramm
an: Unter dem Titel "Simplify" sollen bis 2028 weitere 200 Mio. Euro
eingespart werden. Davon sind rund 2.000 Beschäftigte betroffen,
etwa die Hälfte davon in Europa. Österreich bleibt davon verschont,
versichert Konzernchef Aldo Kamper. ams-Osram bauten 0,7 Prozent ab,
nachdem der Zuwachs zwischenzeitlich bereits bei neun Prozent
gelegen war.
Industriewerte zeigten sich heute uneinheitlich. An der Spitze
des ATX Prime-Segments lagen zu Mittag Zumtobel, Mayr-Melnhof und
Wienerberger mit plus 2,4, plus 2,1 bzw. ebenfalls 2,1 Prozent. Die
größten Abgaben verbuchte aber ebenfalls ein Industriepapier.
Polytec verloren bereits 5,7 Prozent.
Aber auch am anderen Ende fand sich mit Polytec mit minus 8,1
Prozent ein Industriepapier. Ebenso gab das Schwergewicht
voestalpine 0,8 Prozent ab.
Für Österreich meldet das Wifo, dass die Industriekonjunktur
weiter schwach bleibt, obwohl die zweijährige Rezessionsphase vorbei
ist. In der schwächelnden Industrie hat sich die Stimmung laut
Wifo-Konjunkturtest vom Jänner nach dreimaliger leichter Besserung
zuletzt sogar wieder eingetrübt. Grund sei die schwache Nachfrage
nach heimischen Exportgütern, die auch von US-Zöllen gedämpft wird.
Erholungssignale kommen indes vom Arbeitsmarkt.
International liegt heute der Fokus vor allem auf den Daten zum
US-Einzelhandelsumsatz im Dezember. Der Arbeitskostenindex des
vierten Quartals wird dagegen wohl kaum für Markteinfluss sorgen,
meinen die Experten der Helaba.
moe/mik
ISIN AT0000999982
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Autor: - APA/moe/mik
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