| Deutschland überholt USA bei Spitzenposten in Nato |
| 10.02.2026 14:31:00 |
Deutschland wird in der militärischen
Kommandostruktur der Nato künftig mehr Spitzenposten besetzen als
die USA. Das ist das Ergebnis einer neuen Verteilung von
Zuständigkeiten, wie der Deutschen Presse-Agentur aus Bündniskreisen
bestätigt wurde.
Die Vereinbarung sei Teil eines Kurswechsels hin zu einer faireren
Lasten- und Verantwortungsverteilung innerhalb der Nato, teilte die
Verteidigungsallianz offiziell mit. Europäische Alliierte würden
dabei mehr Führungsaufgaben in der Nato-Kommandostruktur übernehmen.
Zugleich machte die Nato deutlich, dass die USA weiter militärische
Führungsverantwortung übernehmen werden - etwa, indem sie auch
künftig den Posten des Oberbefehlshabers der Nato-Streitkräfte in
Europa (Saceur) besetzen. Die USA hätten ein starkes Engagement für
die Nato bekräftigt, erklärte Admiral Giuseppe Cavo Dragone als
Vorsitzender des Nato-Militärausschusses.
Konkret sehen die Änderungen bei der Postenbesetzung nach
Nato-Angaben vor, dass Großbritannien von den USA das Kommando über
das Joint Force Command Norfolk im US-Bundesstaat Virginia übernimmt
und Italien von den USA das Kommando über das Joint Force Command in
Neapel. Deutschland und Polen werden sich zudem das Kommando über
das Joint Force Command Brunssum im Rotationsprinzip teilen.
Damit werden künftig alle drei Joint Force Commands von Europäern
geleitet. Die sogenannten Vier-Sterne-Kommandos führen in Krisen und
Konflikten unter dem strategischen Oberkommando des Saceur auf
operativer Ebene.
Die Vereinigten Staaten werden hingegen alle drei sogenannten
Component Commands auf Ebene der strategischen Einsatzräume führen
und dabei auch neu die Verantwortung für das
Nato-Seestreitkräftekommando (Allied Maritime Command) in Northwood
in Großbritannien übernehmen. Bereits heute führen sie das
Landstreitkräftekommando (Allied Land Command) in der Türkei sowie
das alliierte Kommando für Luftstreitkräfte (Allied Air Command) auf
dem Stützpunkt Ramstein in Rheinland-Pfalz.
Dass Deutschland rechnerisch künftig so stark in der
Kommandostruktur vertreten ist, hat damit zu tun, dass neben den
Drei- und Viersterne-Generalen in den genannten Kommandos auch
andere Generalposten mitgezählt werden.
Die Änderungen sollen in den kommenden Jahren schrittweise umgesetzt
werden - im Einklang mit bereits festgelegten turnusmäßigen
Personalrotationen./aha/DP/jha
AXC0196 2026-02-10/14:31
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Autor: - dpa-AFX
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