| ROUNDUP 2/Beratungskosten und Abschreibungen: Wacker Neuson verfehlt Margenziel |
| 11.02.2026 15:47:00 |
(Kurs aktualisiert)
MÜNCHEN (dpa-AFX) - Beim Baumaschinenhersteller Wacker Neuson
haben im Schlussquartal Kosten im Zusammenhang mit
den dann doch gescheiterten Übernahmegesprächen mit Doosan Bobcat
auf das Ergebnis gedrückt. Hinzu kamen einmalige Wertminderungen auf
kurzfristige und langfristige Vermögenswerte. Dadurch verfehlten die
Münchener die eigenen Erwartungen an ihre Profitabilität für das
vergangene Jahr. Die Aktie verlor am Nachmittag gut ein Prozent,
nachdem sie im frühen Handel im Plus notiert hatte.
Wie Wacker Neuson am Dienstagabend anhand vorläufiger Zahlen
mitteilte, war das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) im
vergangenen Jahr um gut sieben Prozent auf 132 Millionen Euro
gestiegen. Die entsprechende Marge legte zwar um 0,5 Prozentpunkte
auf 6,0 Prozent zu, Wacker Neuson hatte zuletzt aber 6,5 bis 6,8
Prozent als Ziel ausgegeben.
Wacker Neuson verwies zur Begründung auf die Rechts- und
Beratungskosten im Zusammenhang mit den Gesprächen mit Doosan Bobcat
sowie auf Rückstellungen und Abschreibungen im Schlussquartal.
Bereinigt um diese hätte die Marge bei 6,5 Prozent gelegen. Der
Umsatz lag mit 2,2 Milliarden Euro nahezu auf Vorjahresniveau und
damit in der Mitte der vom Unternehmen ausgegebenen Prognosespanne.
Erst vor wenigen Wochen war die Übernahme des
Baumaschinenherstellers durch Mischkonzern Doosan Bobcat geplatzt.
Eigentlich wollten die Südkoreaner Aktien im Umfang von etwa 63
Prozent des Grundkapitals von Großaktionären erwerben und den
außenstehenden Aktionären ein Barangebot machen. Die Nachricht hatte
die Wacker-Aktie bis auf gut 26 Euro nach oben schnellen lassen, das
Aus hatte sie dann belastet.
Für das neue Geschäftsjahr erwartet Wacker Neuson eine Verbesserung
des operativen Geschäfts, positive Impulse aus Infrastruktur- und
Modernisierungsprogrammen in Europa sowie - trotz anhaltender
US-Zölle - eine solide Nachfrage in Nordamerika. Der Umsatz dürfte
daher "moderat" steigen, bei der Ebit-Marge geht der Konzern von
einer Verbesserung aus.
Die endgültigen Resultate für 2025 sowie eine detaillierte Prognose
für das Geschäftsjahr 2026 will der Konzern am 26. März 2026
veröffentlichen.
Wacker Neuson baut unter den Marken Wacker Neuson, Kramer, Weidemann
und Enar alles von Baggern und Radladern bis hin zu Stampfern und
Walzen. Das Unternehmen mit Sitz in München mit rund 6.000
Mitarbeitern hat seine Wurzeln in einer Schmiede, die 1848 zur Zeit
der Deutschen Revolution in Dresden gegründet wurde./mne/nas/tav/mis
ISIN DE000WACK012
AXC0218 2026-02-11/15:47
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Autor: - dpa-AFX
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