| UEFA einigt sich mit Real Madrid: Aus für Super League |
| 11.02.2026 16:06:00 |
Die umstrittene Super League im Fußball ist
endgültig vom Tisch. Nach langem Rechtsstreit und einer möglichen
Milliardenklage haben die UEFA und Real Madrid ihre heftige
Auseinandersetzung um eine exklusive Spielklasse der Spitzenclubs
beigelegt. Wie der Europäische Fußball-Kontinentalverband und der
spanische Topverein mitteilten, habe man eine "Einigung zum Wohle
des europäischen Club-Fußballs" getroffen.
Damit endet ein seit 2021 schwelender, aufsehenerregender Streit
zwischen dem Dachverband und Real Madrid als letztem von mehreren
Clubs, die mit der geplanten Gründung einer eigenen Superliga für
großen Wirbel gesorgt hatten. Einen Konkurrenz-Wettbewerb zur
Champions League der UEFA wird es nun nicht mehr geben.
Man habe eine Einigung getroffen, die den "Grundsatz des sportlichen
Verdienstes respektiert, wobei der Schwerpunkt auf der langfristigen
Nachhaltigkeit der Clubs und der Verbesserung des Fanerlebnisses
durch den Einsatz von Technologie liegt", hieß es in einer
gemeinsamen Mitteilung.
Kein Kampf vor Gerichten mehr
Der Knackpunkt folgt in der Mitteilung im nächsten Absatz: "Diese
Grundsatzvereinbarung wird auch dazu dienen, ihre
Rechtsstreitigkeiten im Zusammenhang mit der europäischen Super
League beizulegen, sobald diese Grundsätze umgesetzt sind."
Zuletzt hatten Real Madrid und sein Präsident Florentino Pérez als
treibende Kraft spanischen Medienberichten zufolge eine
Milliardenklage gegen die UEFA vorbereitet, da man sich durch die
zentrale Organisation der Club-Wettbewerbe benachteiligt sah. Der
Fall hatte bereits mehrere spanische und europäische Gerichte
beschäftigt.
Vor knapp fünf Jahren hatte der Vorstoß zur Super League, die in
einem geschlossenen System ohne sportliche Qualifikation spielen
wollte, für großes Aufsehen gesorgt. Nach heftigen Fan-Protesten
sprangen aber mehrere englische Vereine schnell ab. Zuletzt standen
Real und der FC Barcelona weitgehend alleine da. In der Vorwoche
hatten auch die Katalanen endgültig Abstand genommen.
Dennoch kamen die Einigung und das Real-Statement zu diesem
Zeitpunkt für viele Experten unerwartet. Für UEFA-Präsident
Aleksander Ceferin ist die Vereinbarung am Vortag des
UEFA-Kongresses in Brüssel ein Erfolg. In der belgischen Hauptstadt
wurde am Rande der Sitzung des UEFA-Exekutivkomitees spekuliert,
dass die Position von Real-Boss Pérez durch die Vereinbarung weiter
geschwächt wird./aer/DP/jha
AXC0225 2026-02-11/16:06
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Autor: - dpa-AFX
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