| Reeder fordern längeren EU-Schutz für Schiffe im Nahen Osten |
| 11.02.2026 16:31:00 |
Angesichts der Spannungen zwischen Iran und den
USA hat der Verband Deutscher Reeder (VDR) zum Schutz der
internationalen Handelsschifffahrt im Nahen und Mittleren Osten eine
Verlängerung der EU-Marineoperation "Aspides" angemahnt. "Unsere
Seeleute und unsere Schiffe dürfen nicht zwischen die Fronten
geopolitischer Auseinandersetzungen geraten", sagte
VDR-Hauptgeschäftsführer Martin Kröger. Die zivile Schifffahrt müsse
aus militärischen Konflikten herausgehalten und, wo notwendig,
geschützt werden. Die Operation "Aspides" läuft Ende des Monats aus.
Operation "Aspides" Reaktion auf Huthi-Miliz
Die Operation ist die Reaktion der Europäischen Union auf die
radikalislamische Huthi-Miliz, die Mitte November 2023 vom Jemen aus
Angriffe auf die internationale Schifffahrt, insbesondere im Roten
Meer und in der Meerenge Bab al-Mandab, gestartet hatte. In der
Folge griff sie nach Angaben der Vereinten Nationen mindestens 130
internationale Schiffe im Roten Meer und im Golf von Aden an. Die
Folge: Reedereien mussten über das Kap der Guten Hoffnung
ausweichen.
Für den VDR sind die Straße von Hormus sowie die Route durch das
Rote Meer jedoch von entscheidender Bedeutung. Rund 20 Prozent des
global gehandelten Rohöls würden über die Straße von Hormus
transportiert. Zugleich sei die Golfregion ein zentraler Knotenpunkt
des Containerverkehrs. Allein der Hafen Jebel Ali in Dubai schlug
den Angaben zufolge 2024 rund 15,5 Millionen Standard-Container
(TEU) um - etwa doppelt so viel wie der Hamburger Hafen im selben
Zeitraum.
Erste positive Zeichen im Roten Meer gefährdet
Aber auch die Route durch das Rote Meer mit dem Suezkanal sei sehr
wichtig: Rund zwölf Prozent des weltweiten Seehandels und etwa 30
Prozent des globalen Containerverkehrs liefen über diese Achse. Es
gebe dort zwar erste positive Signale - die Hamburger Reederei
Hapag-Lloyd etwa wagt von Mitte des Monats an wieder
Fahrten durch den Suezkanal - aber gleichwohl könnte eine Eskalation
der Spannungen in der Region die Sicherheitslage wieder verschärfen
und Angriffe der mit Iran verbündeten Huthi-Milizen begünstigen.
Nach den schweren Massenprotesten im Iran, die der staatliche
Sicherheitsapparat brutal niederschlug, hatte US-Präsident Donald
Trump der iranischen Führung mit einem militärischen Eingreifen
gedroht. Unter anderem schickte er den Flugzeugträger "USS Abraham
Lincoln" in die Region, um die US-Militärpräsenz zu
stärken./klm/DP/jha
ISIN DE000HLAG475
AXC0234 2026-02-11/16:31
|
Autor: - dpa-AFX
|
| Copyright APA/dpa-AFX. Alle Rechte vorbehalten. Weiterverbreitung, Wiederveröffentlichung oder dauerhafte Speicherung ohne ausdrückliche vorherige Zustimmung von APA/dpa-AFX ist nicht gestattet. |
|
|
| DAX | 24.856,15 | -131,70 | -0,53% |
| TecDax | 3.607,03 | -44,17 | -1,21% |
| MDAX | 31.618,89 | -343,32 | -1,07% |
| Dow Jones (EOD) | 50.121,40 | -66,74 | -0,13% |
| Nasdaq 100 | 25.201,26 | 73,62 | 0,29% |
| S & P 500 (EOD) | 6.941,47 | -0,34 | -0,00% |
| SMI | 13.547,08 | 28,86 | 0,21% |
|
| EUR/US$ | 1,1875 | 0,00 | 0,03% |
| EUR/Yen | 181,7890 | -0,16 | -0,09% |
| EUR/CHF | 0,9153 | -0,00 | -0,09% |
| EUR/Brit. Pfund | 0,8712 | 0,00 | 0,01% |
| Yen/US$ | 0,0065 | 0,00 | 0,12% |
| CHF/US$ | 1,2974 | 0,00 | 0,06% |
|
| baha Brent Indication | 69,93 | -2,20 | -3,05% |
| Gold | 5.061,11 | 25,95 | 0,52% |
| Silber | 86,18 | 3,89 | 4,72% |
| Platin | 2.154,05 | 48,83 | 2,32% |
| |
|
|