| BASF verlagert Stellen von Berlin nach Indien |
| 11.02.2026 17:11:00 |
Der Chemiekonzern BASF will seinen
Standort in Berlin verkleinern und Stellen von dort an einen neu
geplanten globalen Hub in Indien verlagern. "Die Initiative ist Teil
einer umfassenderen Transformation, die darauf abzielt, das
Serviceportfolio zu schärfen, Standardisierung und Automatisierung
weiter voranzutreiben und verstärkt kosteneffiziente Standorte zu
nutzen", teilte das Unternehmen mit.
Demnach sollen die Geschäftsbereiche Finanzen, Personal und globale
Geschäftsdienstleistungen nach Indien abwandern. In Berlin sollen
Bereiche bestehen bleiben, "die sinnvoll auf regionaler Ebene
gebündelt werden können". Welche Leistungen damit genau gemeint
sind, wurde zunächst nicht bekannt. Auch, wie viele von den 2.800
Stellen in der Hauptstadt von der Verlagerung betroffen sind, wurde
zunächst nicht bekannt.
Wegner kündigt Gespräche an
Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner (CDU) äußerte sich
besorgt über die Ankündigung. "Berlin hat sich über Jahrzehnte
hinweg als verlässlicher, innovationsfreundlicher und stabiler
Wirtschaftsstandort für die BASF erwiesen", teilte er mit. Vor
diesem Hintergrund erwarte er von den Unternehmen "eine transparente
und nachvollziehbare Darstellung der weiteren Planungen für den
Standort Berlin".
Ein sozialverträglicher Umgang mit den betroffenen Beschäftigten und
die frühzeitige Einbindung der Betriebsräte seien zwingend. Wegner
kündigte an, zeitnah Gespräche mit der Geschäftsführung und den
Arbeitnehmervertretern führen zu wollen.
Die Gewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IG BCE) kritisierte die
Ankündigung des Unternehmens als verantwortungslos. "Mit diesem
beschäftigungspolitischen Schlag führt BASF ein tarifliches
Vorzeigeprojekt zu einem Ende, mit dem wir Tausende gute
Arbeitsplätze in der Bundeshauptstadt geschaffen haben", teilte der
Gewerkschaftsvorsitzende Michael Vassiliadis mit.
Die Betriebsratsvorsitzende Stephanie Albrecht-Suliak betonte: "Es
kann nicht sein, dass der Konzern am Heimatstandort Scheibchen für
Scheibchen Arbeitsplätze abschneidet, während in Asien Milliarden
investiert werden."/maa/DP/jha
ISIN DE000BASF111
AXC0249 2026-02-11/17:11
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Autor: - dpa-AFX
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