| Deutsche Maschinenbauer streichen Tausende Jobs |
| 13.02.2026 12:26:00 |
Deutschlands Maschinenbauer haben 2025
angesichts der Konjunkturflaute Tausende Jobs abgebaut. Ende
vergangenen Jahres waren im Maschinen- und Anlagenbau gut eine
Million Menschen beschäftigt - 2,2 Prozent oder rund 22.000 weniger
als 2024. "Der Beschäftigtenabbau im Maschinen- und Anlagenbau setzt
sich fort", teilte der Branchenverband VDMA in Frankfurt mit und
verwies auf US-Zölle und Konkurrenz aus China. Die Angaben beziehen
sich auf Firmen mit mindestens 50 Beschäftigten.
Zwar versuche die Mehrheit der Unternehmen, ihre Stammbelegschaft
wegen des Fachkräftemangels zu halten. "Doch die wirtschaftliche
Realität zwingt viele Betriebe zum Handeln," schrieb
VDMA-Arbeitsmarktexperte Fabian Seus. Aktuell planten mehr Firmen
mit Stellenabbau als mit -aufbau. "Der Beschäftigtenabbau wird sich
2026 damit voraussichtlich fortsetzen."
Der Maschinenbau, der zu den deutschen Schlüsselbranchen zählt,
steckt seit langem in der Flaute. Für 2025 hatte der VDMA das dritte
Jahr mit sinkender Produktion in Folge erwartet, dieses Jahr soll
die Herstellung wieder steigen. Zuletzt wuchs die Hoffnung auf eine
Wende mit steigenden Aufträgen im Schlussquartal 2025.
Wegen der Wirtschaftskrise haben weite Teile der deutschen Industrie
zu kämpfen. Kürzlich hatte bereits der Automobilverband VDA von
einem Abbau von geschätzt 47.000 Beschäftigten im vergangenen Jahr
berichtet. In der Chemie- und Pharmabranche sank die Zahl der Jobs
insgesamt dagegen nur leicht.
VDMA-Arbeitsmarktexperte Seus forderte ein Gegensteuern der Politik,
etwa bei den hohen Sozialbeiträgen. Zudem sei ein "zeitgemäßes
Arbeitszeitgesetz" nötig, das Wochen- statt Tageshöchstarbeitszeiten
vorsehe./als/DP/jha
AXC0138 2026-02-13/12:26
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Autor: - dpa-AFX
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