| ROUNDUP: US-Inflation schwächt sich überraschend deutlich ab |
| 13.02.2026 15:17:00 |
In den USA hat sich die Inflation zu Beginn
des Jahres überraschend deutlich abgeschwächt. Im Jahresvergleich
stiegen die Verbraucherpreise im Januar um 2,4 Prozent, wie das
Arbeitsministerium am Freitag in Washington mitteilte. Im Dezember
hatte die Inflation noch bei 2,7 Prozent gelegen. Volkswirte hatten
einen Rückgang erwartet, waren aber im Schnitt von einer etwas
höheren Jahresrate von 2,5 Prozent ausgegangen.
Der Rückgang der Teuerung ist vor allem durch einen Dämpfer bei den
Energiekosten zu erklären. So hat sich Benzin im Jahresvergleich um
7,5 Prozent verbilligt. Dagegen haben sich Dienstleistungen
überdurchschnittlich stark verteuert.
Im Monatsvergleich legten die Verbraucherpreise im Januar um 0,2
Prozent zu. Die Kerninflation, bei der schwankungsanfällige Preise
für Energie und Nahrungsmittel herausgerechnet werden, hat sich im
Jahresvergleich nur leicht abgeschwächt, um 0,1 Punkte auf 2,5
Prozent. Analysten hatten dies erwartet.
"Angesichts dieser moderaten Preisentwicklung reibt man sich als
Beobachter verwundert die Augen", kommentierte Dirk Chlench,
Volkswirt bei der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW). "Die
vielfältigen Erhöhungen der US-Zölle hatten ein Emporschnellen der
Inflation erwarten lassen." Den US-Unternehmen gelinge es offenbar,
die Erhöhung ihrer Einstandspreise durch Produktivitätsgewinne
wettzumachen.
Trotz des Rückgangs bleibt die Inflation über der Zielmarke der
US-Notenbank, die eine Teuerung von zwei Prozent anstrebt. Nach
Einschätzung von Ralf Umlauf, Analyst bei der Landesbank
Hessen-Thüringen, ist die Inflation weiterhin zu hoch, um von der
US-Notenbank dauerhaft akzeptiert zu werden.
Allerdings sorgen die Daten auch nicht für zwingenden
Handlungsbedarf bei den amerikanischen Notenbankern, sagte Thomas
Gitzel, Chefvolkswirt der VP Bank. Er geht aber davon aus, dass der
Druck auf den scheidenden Fed-Präsidenten Jerome Powell steigen
wird, bis zum Ende seiner Amtszeit im Mai eine Zinssenkung auf den
Weg zu bringen.
Die Daten zu den Verbraucherpreisen wurden mit einiger Verzögerung
veröffentlicht. Wegen einer kurzzeitigen Schließung von
Bundesbehörden ("Shutdown") hatte sich die Veröffentlichung um
einige Tage verschoben. Am Devisenmarkt reagierte der US-Dollar mit
Kursverlusten auf die Daten, während der Euro im Gegenzug auf ein
Tageshoch stieg./jkr/jsl/jha/
AXC0181 2026-02-13/15:17
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Autor: - dpa-AFX
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