| Russischer Oppositionspolitiker: 2026 wird es kein Kriegsende geben |
| 13.02.2026 18:26:00 |
Der russische Exil-Oppositionelle Garri Kasparow
erwartet kein Ende des russischen Krieges gegen die Ukraine und auch
keinen Waffenstillstand in diesem Jahr. "Für (den russischen
Präsidenten Wladimir) Putin ist der Krieg bereits eine Stütze des
Regimes geworden. Das (russische) Regime kann nicht ohne Krieg
existieren", sagte der frühere Schachweltmeister der ukrainischen
Nachrichtenagentur Unian bei der Münchner Sicherheitskonferenz. In
Putins Umgebung und der russischen Propaganda gebe es keine
Anzeichen für ein Streben danach, den Krieg zu beenden.
Auch ein Waffenstillstand stelle ein Problem für den Kreml dar.
"Denn jede Einstellung der Kampfhandlungen bedeutet, dass Putin vor
der Frage steht, wohin mit der Armee?", sagte Kasparow. Die Rückkehr
von etwa einer Million teils drogenabhängiger und Gewalt gewohnter
Soldaten werde unvermeidlich zu einem Anstieg der Kriminalität
führen. Der Krieg werde daher so lange fortgesetzt, wie Moskau
Ressourcen dafür habe.
Die seit Wochen laufenden Gespräche über eine Friedenslösung mit
US-amerikanischer Vermittlung hält der Ex-Schachweltmeister für "von
Anfang an zum Scheitern verurteilt". "Das waren keine
Friedensverhandlungen, sondern der Versuch eines Deals zwischen
Trump und Putin", sagte Kasparow. Eben daher seien die Gespräche
zwischen Washington und Moskau von Geschäftsleuten und nicht von den
Außenministern Russlands und der USA geführt worden.
Für die Ukraine sei weiterhin ein Sieg möglich, doch müssten dafür
mehrere günstige Faktoren eintreten, die Russland zu einem Ende des
Krieges zwingen. Die Ukraine wehrt sich seit knapp vier Jahren gegen
die russische Invasion./ast/DP/stw
AXC0243 2026-02-13/18:26
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Autor: - dpa-AFX
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