| BND-Chef Jäger für schmerzhafte Antwort auf hybride Angriffe |
| 13.02.2026 18:50:00 |
Als Reaktion auf die hybride Kriegsführung
Russlands spricht sich der Präsident des Bundesnachrichtendienstes
(BND), Martin Jäger, künftig für vergleichbare Gegenmaßnahmen aus -
auch von Deutschland. Letztlich müsse Russland klargemacht werden,
dass es Konsequenzen haben werde, wenn es so weitermache, sagte er
bei der Münchner Sicherheitskonferenz. "Ich bin zutiefst davon
überzeugt, dass wir viel öfter beweisen sollten, dass wir in der
Lage sind, sehr ähnliche Dinge zu tun, damit auch die andere Seite
den Schmerz spürt."
Abschreckung funktioniert noch nicht
Bisher funktioniere die Abschreckung noch nicht, sagte Jäger. Das
werfe die Frage auf, "ob wir diese Entwicklungen einfach weiter
beobachten und dokumentieren wollen oder ob wir einen Punkt erreicht
haben, an dem wir aktive Gegenmaßnahmen ergreifen müssen", sagte
Jäger. "Meiner Meinung nach muss und wird der Dienst operativer
werden." Dies gelte auch für den BND.
Jäger betonte, Russland stünden bis zu 60.000
Geheimdienstmitarbeiter weltweit zur Verfügung, "wobei eine noch
größere Zahl von kooptierten Personen - ehemalige Militärangehörige,
Beschaffungshelfer und andere Stellvertreter - noch nicht einmal
mitgezählt ist". Das Bundeskriminalamt habe 2025 3.021 mutmaßliche
Sabotagefälle und mehr als 2.000 Drohnenstandorte registriert. "Es
ist wahrscheinlich, dass russische Akteure und ihre Telegram-Agenten
hinter zahlreichen dieser Vorfälle stecken."
Öffentlichkeit muss verstehen, wie Russland handelt und denkt
Die Auseinandersetzung mit hybrider Kriegsführung erfordere einen
gesamtstaatlichen Ansatz, sagte Jäger. "Die Abschreckung hybrider
Kriegsführung beginnt mit Resilienz, und Resilienz beginnt mit dem
Verständnis der russischen Denk- und Handlungsweise - nicht nur
unter Experten und Politikern, sondern auch in der breiten
Öffentlichkeit." Die Öffentlichkeit sei das Hauptziel und müsse
verstehen, "dass scheinbar zusammenhanglose hybride Aktivitäten
strategisch miteinander verbundene feindselige Handlungen
sind"./had/DP/stw
AXC0251 2026-02-13/18:50
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Autor: - dpa-AFX
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