| ROUNDUP: 5,8 Prozent mehr Geld für Beschäftigte der Länder |
| 14.02.2026 11:05:00 |
Die Tarifbeschäftigten im öffentlichen Dienst
der Länder sollen in drei Schritten insgesamt 5,8 Prozent mehr Geld
bekommen. Auf diesen neuen Tarifvertrag einigten sich die
Gewerkschaften Verdi und Beamtenbund dbb mit der Tarifgemeinschaft
deutscher Länder (TdL), wie beide Seiten in Potsdam mitteilten. Der
neue Tarifvertrag soll 27 Monate laufen, bis zum 31. Januar 2028.
Weitere Warnstreiks oder gar ein unbefristeter Streik sind damit vom
Tisch.
Die Erhöhung soll nach Angaben der Gewerkschaft mindestens 100 Euro
im Monat ausmachen. Nachwuchskräfte sollen 150 Euro mehr bekommen.
Die Arbeitsbedingungen im Osten sollen den West-Regelungen
angeglichen werden, sowohl beim Kündigungsschutz als auch bei der
Verringerung der Arbeitszeit an den drei ostdeutschen Unikliniken in
Rostock, Greifswald und Jena.
"So schwierig wie lange nicht"
Verdi-Verhandlungsführer Frank Werneke nannte die Verhandlungen mit
den Ländern "so schwierig wie lange nicht mehr". Am Ende sei das
Niveau wie im Tarifvertrag der für die Beschäftigten im öffentlichen
Dienst von Bund und Kommunen im vergangenen Jahr erreicht worden.
TdL-Verhandlungsführer Andreas Dressel sagte: "Es geht für uns an
die grenzen des finanziell machbaren.". Einschließlich der Ausgaben
für die geplante Übertragung des Tarifergebnisses auf die Beamtinnen
und Pensionäre nannte Dressel von Gesamtkosten von 12,34 Milliarden
Euro für die Länder durch den Abschluss. "Es ist ein vertretbarer
Kompromiss." Für die Bundesländer sei es auch wichtig gewesen,
Planungssicherheit zu haben.
Verhandelt wurde für die rund 925.000 Tarifbeschäftigten der Länder.
Wenn der Abschluss wie üblich auf die mehr als 1,3 Millionen Beamten
und Pensionäre übertragen wird, sind insgesamt 2,2 Millionen
Menschen betroffen. Es geht zum Beispiel um Beschäftigte in
Straßenmeistereien, Universitätskliniken, Gefängnisbeschäftigte, um
IT-Fachkräfte, Tierpfleger, Erzieherinnen oder Lehrkräfte. Die
Gespräche hatten Anfang Dezember begonnen. In den vergangenen Wochen
hatte es immer wieder Warnstreiks gegeben.
Umfangreiches Gesamtpaket
Die Gewerkschaften forderten ursprünglich sieben Prozent mehr
Einkommen, mindestens 300 Euro mehr im Monat. Ihr Forderungskatalog
umfasste auch Verbesserungen für Schichtbeschäftigte, für Azubis,
einen eigenen Tarifvertrag für studentische Beschäftigte und
Ost-West-Angleichungen - etwa bei den weiter ungleichen
Arbeitszeiten in Unikliniken.
Die Länder-Tarifgemeinschaft hatte ihr Angebot zuletzt auf "mehr als
fünf Prozent" beziffert. Die Gewerkschaften wollten mit zwölf
Monaten auch eine viel kürzere Laufzeit. Letztlich setzten sich die
Arbeitgeber dabei weitgehend durch.
Verhandlungen bis in die Nacht
Eigentlich sollte die dritte und letzte Verhandlungsrunde, die am
Mittwoch begonnen hatte, bereits am Freitag enden. Doch zogen sich
die strittigen Gespräche bis zum Samstag. "Es waren sehr zähhe
Verhandlungen mit wenig Schlaf
Geyer "Aus Sicht des dbb beamtenbund und tarifunion ist es ein
tragfähiger Kompromiss."
[09:33 Uhr]
"." (Geyer)
Wie schwer es den Gewerkschaften fiel, die Angebote der TdL
anzunehmen, zeigte sich in Potsdam in stundenlangen Beratungen
hinter verschlossenen Türen. Die Verdi-Führung um Werneke erläuterte
in den eigenen Reihen intensiv den Verhandlungsstand und
beantwortete Fragen.
Für die Gewerkschaften galt ein schlechterer Abschluss als beim
öffentlichen Dienst von Bund und Kommunen als unannehmbar. Auch für
sie waren vergangenes Jahr zusammengerechnet 5,8 Prozent Erhöhung
der Einkommen erreicht worden, damals in zwei Stufen./bw/vsr/DP/zb
AXC0009 2026-02-14/11:05
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Autor: - dpa-AFX
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