| Esa-Chef: 'Wir bieten die europäische Lösung an' |
| 14.02.2026 11:17:00 |
Der Chef der europäischen Raumfahrtbehörde Esa,
Josef Aschbacher, rät beim Ausbau der Infrastruktur im Weltraum zu
verstärkter Zusammenarbeit. "Wir bieten die europäische Lösung an.
Das heißt, wir bieten den Staaten an, auch nationale Kapazitäten,
die jetzt aufgebaut werden, einzufügen in ein europäisches System",
sagte der Esa-Generaldirektor der Deutschen Presse-Agentur auf der
Münchner Sicherheitskonferenz (MSC).
Die veränderte Bedrohungslage sei Ansporn, um Technologien des
Weltraums auch für Verteidigung und Sicherheit zu verwenden. Bei der
Ministerratskonferenz im November in Bremen sei geklärt worden, dass
die Esa auch im Bereich Verteidigung und Sicherheit arbeiten könne.
Im November vergangenen Jahres freute sich die Esa über ein
Rekordbudget von fast 22,1 Milliarden Euro. Zuvor hatte schon
Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) angekündigt, Deutschland
wolle bis 2030 insgesamt 35 Milliarden Euro für Weltraumprojekte und
eine Sicherheitsarchitektur im All ausgeben:
Satellitenkonstellationen, Bodenstationen und auch gesicherte
Transportfähigkeiten ins All.
Die USA haben viel mehr in den Weltraum investiert
Aschbacher plädiert dafür, bei der europäischen Aufholjagd auf
Zusammenarbeit - "pooling and sharing" - zu setzen. Ziel sollte
sein, dass ein deutscher Satellit eingefügt werden kann in einen
europäischen Rahmen, der dann auch mit anderen Ländern geteilt
werden kann.
"Wo Europa wirklich gut ist, ist in der Technologie, in den
Ingenieuren, die wir haben, in der Industrie, die wir über 50 Jahre
entwickelt haben. Die ist Weltklasse und die ist wirklich gut",
stellte er fest.
Defizite hätten sich ergeben, weil Europa weniger Geld als andere in
den Weltraum investiert habe. Aschbacher sagte: "In Amerika wird
sechsmal so viel ausgegeben im Weltraum aus öffentlichen Mitteln wie
in Europa. Wenn man sechsmal so viel Geld hat, natürlich kann man
sechsmal so viel machen."/cn/DP/zb
AXC0021 2026-02-14/11:17
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Autor: - dpa-AFX
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