| 3:0 in Bremen: FC Bayern pariert Dortmund-Attacke |
| 14.02.2026 17:44:00 |
Der FC Bayern München hat den Angriff von
Borussia Dortmund an der Spitze der
Fußball-Bundesliga souverän pariert. Der Tabellenführer gewann mit
3:0 (2:0) beim Krisenclub Werder Bremen und stellte den alten
Sechs-Punkte-Abstand auf den Verfolger wieder her.
Der BVB hatte am Vorabend überzeugend gegen den FSV Mainz 05
gewonnen (4:0) und fordert die Bayern in zwei Wochen am 28. Februar
im Topspiel heraus. Vorerst ist aber kein weiteres Herankommen an
den Titelverteidiger, auch weil Torjäger Harry Kane vor 41.800
Zuschauern im Weserstadion bereits zum siebten Mal in dieser
Bundesliga-Saison ein Doppel- oder Dreierpack gelang. Der Engländer
traf in der 22. Minute per Foulelfmeter und in der 26. Minute per
Distanzschuss. Nach der Pause machte Leon Goretzka (70.) alles klar.
Werder spielt mutig
Die Bremer spielten zwar zeitweise sehr mutig, blieben bei der
Heimspiel-Premiere ihres neuen Trainers Daniel Thioune aber auch im
zwölften Spiel nacheinander sieglos. Der letzte Sieg gegen die
Bayern im Weserstadion ist sogar schon fast 20 Jahre her. Er gelang
am 21. Oktober 2006, als die Spieler noch Diego, Tim Wiese oder
Torsten Frings hießen.
Um daran etwas zu ändern, hatte sich Thioune eine Strategie
ausgedacht, die ganz auf Bissigkeit und Konter setzte. Den schnellen
Justin Njinmah stellte er auf die rechte Außenbahn, den laufstarken
Marco Grüll ins Sturmzentrum. Das funktionierte in den ersten zehn
Minuten und kurz nach Kanes Doppelschlag auch sehr ansehnlich, weil
Felix Agu im Strafraum nur knapp eine Hereingabe von Puertas
verpasste (6.) und auch Njinmah (29.) und erneut Agu (40.) zu guten
Abschlüssen kamen.
Gegen diese Bayern reicht das aber nicht. Wie ein Uhrwerk zog der
Rekordmeister nach den ersten Minuten seine Dominanz auf und legte
sich den Gegner zurecht.
VAR-Eingriff vor Bayern-Elfmeter
Dabei half ihnen auch, dass bei der ersten wirklich gefährlichen
Strafraum-Situation der VAR eingriff. Lennart Karl war im Strafraum
von Senne Lynen zu Fall gebracht worden, Schiedsrichter Bastian
Dankert ließ aber zunächst weiterspielen. Erst nach dem schnellen
Studium der Videobilder entschied er auf Strafstoß.
Kane legte das schnelle 2:0 nach, Luiz Diaz vergab bei einem Konter
frei vor Werder-Torwart Mio Backhaus das mögliche 3:0 (29.). Bis zur
Halbzeit hatten die Münchner alles im Griff.
Manuel Neuer angeschlagen raus
Nach der Pause kam aber noch einmal eine neue Dynamik in dieses
Spiel. Die Bayern mussten ihren Torwart Manuel Neuer wegen
Wadenproblemen durch Jonas Urbig ersetzen. Die Bremer wechselten mit
ihrem Zehn-Millionen-Euro-Einkauf Samuel Mbangula einen weiteren
schnellen Spieler ein.
Werder spielte nun noch forscher als zu Beginn der Partie. Grüll
traf per Kopfball nur den Pfosten (47.). Romano Schmid scheiterte
aus kurzer Distanz am stark reagierenden Urbig (64.).
Gerade als es so aussah, als würde den Bayern die Kontrolle über
dieses Spiel entgleiten, traf Goretzka per Distanzschuss von der
Strafraumgrenze. Alphonso Davies, Luis Diaz und der eingewechselte
Jamal Musiala hatten den Angriff sehenswert über die linke Seite
eingeleitet.
Von Werder kam danach nicht mehr viel. Die nötigen Punkte im
Abstiegskampf müssen die Bremer nun in den beiden Kellerduellen beim
Vorletzten FC St. Pauli und gegen den Tabellenletzten 1. FC
Heidenheim holen./sti/DP/zb
ISIN DE0005493092
AXC0073 2026-02-14/17:44
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Autor: - dpa-AFX
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