| Staatsanwaltschaft ermittelt nach Strafanzeige von Tesla |
| 15.02.2026 10:27:00 |
Die Staatsanwaltschaft ermittelt nach
einer Strafanzeige des US-Elektroautobauers Tesla
wegen des Vorwurfs eines unerlaubten Mitschnitts einer
Betriebsratssitzung. Am Donnerstag sei ein Ermittlungsverfahren
wegen Verletzung der Vertraulichkeit des Wortes sowie Verstoßes
gegen das Betriebsverfassungsgesetz gegen einen Vertreter der IG
Metall eingeleitet worden, teilte die Staatsanwaltschaft Frankfurt
(Oder) mit. Mehrere Medien berichteten zuvor darüber. Die
Gewerkschaft hatte den Vorwurf gegen den Mann zurückgewiesen.
"Ihm wird vorgeworfen, in einer Betriebsratssitzung am 10.02.2026 im
Tesla-Werk in Grünheide mittels eines Laptops heimlich eine
Tonaufnahme angefertigt zu haben", teilte die Staatsanwaltschaft
mit. Die Datensicherung des Laptops, die für die Auswertung
notwendig sei, wurde demnach veranlasst.
Polizeieinsatz mit Strafanzeige
Tesla hatte am Dienstag nach Angaben von Werksleiter André Thierig
Strafanzeige gestellt. Die Polizei wurde alarmiert. Der Werksleiter
sagte, es gebe "mehrere Dutzend Zeugen, vor denen der IG
Metall-Vertreter geäußert hat, dass er angeblich vergessen habe,
sein Mikrofon abzustellen".
Die IG Metall hatte von einer Schmutzkampagne gesprochen und die
Behauptung des Autobauers eine Lüge genannt. Ein eingeladener
Gewerkschaftssekretär sei von einem Betriebsrat der
Arbeitgeberfraktion beschuldigt worden, die Sitzung mit dem Laptop
aufzuzeichnen. Der Gewerkschafter hatte laut IG Metall keine
Möglichkeit, das zu entkräften.
Im einzigen europäischen Tesla-Werk von Firmenchef Elon Musk in
Brandenburg wird Anfang März ein neuer Betriebsrat gewählt. Zwischen
Tesla und der IG Metall besteht schon länger ein Konflikt. Die IG
Metall fordert die Bindung an einen Tarifvertrag, der Autobauer
lehnt dies ab./vr/DP/zb
ISIN US88160R1014
AXC0014 2026-02-15/10:27
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Autor: - dpa-AFX
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