| ROUNDUP/Herabfallendes Eis: Rheinbrücke zeitweise gesperrt |
| 16.02.2026 11:21:00 |
Wieder haben plötzlich herabstürzende
Eisstücke zu Unfällen und einer stundenlangen Vollsperrung der
Leverkusener Rheinbrücke der Autobahn 1 geführt. Bereits vor gut
einem Jahr war es zu einer ähnlich gefährlichen Situation auf der
vielbefahrenen Brücke über den Rhein gekommen, über die pro Tag mehr
als 100.000 Fahrzeuge fahren.
Kritik des ADAC
Der ADAC fordert Maßnahmen. "Herabfallende Eisplatten aus einer
solchen Höhe sind eine große Gefahr für die Verkehrsteilnehmer.
Zumindest wirksame Kontrollmechanismen sind dringend erforderlich",
sagte ADAC-Experte Roman Suthold. Noch besser seien intelligente
Maßnahmen, um die Eisbildung gänzlich zu verhindern. "An der
Verkehrssicherheit darf nicht gespart werden."
Kameras in Vorbereitung
Nach Angaben der Autobahn GmbH Rheinland ist der Einbau von
Heizstäben in die Brückenkonstruktion geprüft worden. Man habe sich
dagegen entscheiden. Aus Kostengründen sei das nicht umzusetzen,
sagte ein Sprecher. Es seien Kameras in Vorbereitung. Sie sollen bei
bestimmten Wetterkonstellationen eine Ferndiagnose möglich machen,
ob sich Eis an der Brückenkonstruktion bildet.
Nach herabfallenden Eisstücken und mehreren beschädigten Fahrzeugen
war die Leverkusener Rheinbrücke in der Nacht zu Montag komplett für
den Verkehr gesperrt worden. Die Polizei riet, diesen Bereich
großräumig zu umfahren.
Autos von Eisstücken getroffen
Nach ersten Erkenntnissen der Polizei kam es zu drei einzelnen
Unfällen mit Sachschäden. Dabei seien jeweils Autos von
herabfallenden Eisplatten beschädigt worden. Informationen über
Verletzte lagen der Polizei nicht vor. Die Vollsperrung dauerte laut
Polizei rund sechs Stunden.
Auch vor einem Jahr im Januar 2025 hatten Eiszapfen auf der
Rheinbrücke zwischen Köln und Leverkusen Unfälle und eine Sperrung
verursacht. Sie wurde damals erst nach einer aufwendigen manuellen
Entfernung der Eisplatten mit Hilfe eines Hubsteigers nach rund
sechs Stunden wieder freigegeben./vd/DP/mis
AXC0092 2026-02-16/11:21
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Autor: - dpa-AFX
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