| IG Metall will um ACC-Batteriezellenwerk kämpfen |
| 16.02.2026 12:05:00 |
Die IG Metall will dafür kämpfen, dass das
Batteriezellenwerk des Unternehmens ACC in Kaiserslautern doch noch
errichtet wird. "Es gibt bundesweit keinen besseren Standort, wenn
man Batteriezellenproduktion wirklich will", sagte der Vorsitzende
des Gewerkschaftsbezirks Mitte, Jörg Köhlinger. Es gebe einen voll
erschlossenen Standort, Förderzusagen und eine qualifizierte
Belegschaft mit einem ausverhandelten Tarifvertrag.
In der Pfalz sollten auf dem früheren Opel-Gelände rund 2.000 neue
Jobs entstehen. Das vorgesehene Grundstück dürfe auf keinen Fall
weiterverkauft werden, sagt Köhlinger. Die Gewerkschaft wolle dort
einen "Brückenkopf" halten und Gespräche mit der Politik sowie den
Anteilseignern des Gemeinschaftsunternehmens ACC suchen. Das sind
die Autohersteller Stellantis und Mercedes-Benz
sowie der französische Energiekonzern Totalenergies
. Es gehe darum, eine "Koalition der Willigen und
Fähigen" zu schmieden.
ACC hat die Investitionen für Kaiserslautern und ein weiteres Werk
in Italien vor wenigen Tagen gestoppt, weil sich die Standorte aus
Sicht des Unternehmens nicht mehr rechnen. Die IG Metall betont
hingegen die Notwendigkeit von widerstandsfähigen Lieferketten und
warnt vor drohender Abhängigkeit von externen Zulieferern.
Rüsselsheim braucht Nachfolgemodell
Hintergrund sind die anhaltend schwache Nachfrage nach Elektroautos
in Europa und den USA und die dadurch verstärkte Krise bei der
Opel-Mutter Stellantis. Das wirft auch Fragen zur deutschen Tochter
Opel auf. Am Stammsitz Rüsselsheim müsse dringend ein
Nachfolgemodell für den derzeit produzierten Astra festgelegt
werden, verlangt Köhlinger.
Allgemein sieht die Gewerkschaft den Bezirk Mitte aus Hessen,
Rheinland-Pfalz, Saarland und Thüringen hart getroffen vom Umbau der
Autoindustrie. Die anteilig meisten Arbeitsplatzverluste habe es im
Saarland gegeben. Laut einer Betriebsräteumfrage seien im
Organisationsbereich des Bezirks im vergangenen Jahr mehr als 22.000
Arbeitsplätze abgebaut worden. Davon entfielen knapp 11.900 auf die
Automobilindustrie und ihre Zulieferer./ceb/DP/stw
ISIN FR0000120271 DE0007100000 NL00150001Q9
AXC0104 2026-02-16/12:05
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Autor: - dpa-AFX
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