| Verkehrsverband dringt auf mehr digitale D-Tickets |
| 16.02.2026 13:44:00 |
In der Debatte um mehr Sicherheit für das
Zugpersonal setzt der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV)
auf mehr digitale Deutschland-Abos. "Ein Schwerpunkt von Bund,
Ländern und Branche muss die digitale Prüfung und Kontrolle der
Deutschlandtickets sein", teilte VDV-Präsident Ingo Wortmann mit
Blick auf das bundesweit gültige Abo für den öffentlichen Regional-
und Nahverkehr (ÖPNV) mit.
Schon jetzt würden 60 Prozent dieser Tickets als Barcode auf dem
Smartphone ausgegeben. "Dort ist die Integration eines Fotos weder
möglich noch nötig, wenn der Barcode kopiergeschützt ist", hieß es.
Wortmann nimmt damit Bezug auf Forderungen des Ministerpräsidenten
von Rheinland-Pfalz, Alexander Schweitzer (SPD). Dieser hatte sich
für ein einheitliches Deutschlandticket mit einem Lichtbild des
Inhabers oder der Inhaberin ausgesprochen.
"Wir haben ganz viele Deutschlandtickets, die unterschiedlich
aussehen, und ganz oft müssen die Zugbegleiter dann nach dem
Personalausweis oder dem Reisepass fragen", betonte der Landeschef
am Vorabend in der ARD-Sendung "Bericht aus Berlin".
Ausweiskontrolle ab März im Ermessen des Personals
Grundsätzlich sollen Zugbegleiterinnen und Zugbegleiter bei der
Ticketkontrolle von März an selbst entscheiden, ob sie neben dem
Deutschlandticket, wie eigentlich üblich, auch den Personalausweis
verlangen wollen oder nicht. Das hatten Bundesverkehrsminister
Patrick Schnieder (CDU) und Bahnchefin Evelyn Palla nach einem
Sicherheitsgipfel mit der Branche in der vergangenen Woche
verkündet. Damit soll ein wesentliches Konfliktpotenzial zwischen
Zugmitarbeiter und Fahrgast vermieden werden.
"Die Bundesländer wollen das Ticket dafür noch fälschungssicherer
machen", sagte ein Sprecher des Verkehrsministeriums. Wie das
aussehen könne, werde Thema auf der Verkehrsministerkonferenz Ende
März. Der Vorschlag von Schweitzer falle "genau in diese Kategorie,
die die Länder jetzt beschließen müssen". Zuständig für das
Deutschlandticket seien die Bundesländer. Das Ministerium begrüße
zunächst einmal alle Vorschläge, die Situationen vermieden, die bei
der Fahrkartenkontrolle zur Eskalation führen könnten.
Hintergrund der Debatte ist der tödliche Angriff auf einen
Zugbegleiter im Rahmen einer Ticketkontrolle in einer Regionalbahn
bei Kaiserslautern./maa/DP/stw
AXC0124 2026-02-16/13:44
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Autor: - dpa-AFX
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