| ROUNDUP: ÖPNV-Warnstreik in Augsburg, Regensburg, Landshut und Passau |
| 17.02.2026 11:30:00 |
Die Gewerkschaft Verdi will am
Donnerstag und Freitag den Nahverkehr in mehreren bayerischen
Städten lahmlegen. Die jeweils ganztägigen Ausstände treffen
Augsburg am Donnerstag, Regensburg am Donnerstag und Freitag sowie
Passau und Landshut am Freitag, wie Verdi mitteilt. In Bamberg wird
bereits seit Dienstagmorgen und bis Mittwochnacht gestreikt. Und in
den kommenden Wochen könnte es mit Arbeitsniederlegungen
weitergehen.
In Bamberg läuft ein Notfallfahrplan mit einem privaten
Busunternehmen, wie ein Sprecher der Stadtwerke erklärt. Konkret
fahren die Buslinien 935 bis 938 im Stundentakt vom Zentralen
Omnibus Bahnhof (ZOB). Dieser Dienst laufe stabil, hieß es am
Morgen. Allerdings müssten Fahrgäste mehr Zeit einplanen. Die Busse
seien vor allem für diejenigen gedacht, die nicht auf andere Weise
zur Arbeit oder zur Universität gelangen könnten.
Schwierig wird es am Nachmittag, wenn der Faschingsumzug durch die
größte Stadt Oberfrankens zieht: Zwischen 13.00 und 16.00 Uhr ruht
der Busverkehr wegen der damit verbundenen Straßensperrungen
komplett. Am Mittwoch fahren die Ersatzbusse dann durchgängig
zwischen 6.00 und 20.00 Uhr im Stundentakt.
Weitere Streiks zeichnen sich bereits ab
Und die jetzt angekündigten Ausstände werden wohl nicht die Einzigen
bleiben: "Wir werden die Streiks ausweiten", sagt der
stellvertretende Landesbezirksleiter von Verdi in Bayern. "Das war
verhinderbar. Ein ernstzunehmendes Angebot heute hätte weitere
Streiks abgewendet. Wenn es in den nächsten Wochen zu spürbaren
Einschränkungen im ÖPNV kommt, dann geht das auf das Konto des KAV
Bayern." KAV steht für den Kommunalen Arbeitgeberverband, der Verdi
in den Tarifverhandlungen gegenübersitzt und die Forderungen der
Gewerkschaft als "nicht erfüllbar" abgelehnt hat.
Verdi will für die rund 9.000 Beschäftigten in Bayern unter anderem
rund 670 Euro mehr pro Monat sowie eine Reduzierung der
wöchentlichen Arbeitszeit. Vom KAV hieß es dazu zuletzt, dass
derartige Steigerungen bei den Personalkosten in der aktuellen
finanziellen Lage der Kommunen zu höheren Fahrpreisen und einer
Reduzierung des Verkehrsangebots führen würden.
"Die Arbeitgeber verweisen weiter stur auf die klammen Kassen der
Kommunen", kritisiert die Branchenkoordinatorin Busse und Bahnen von
Verdi in Bayern, Katharina Wagner. "Das Versagen der Politik in
puncto auskömmlicher Finanzierung des ÖPNV kann nicht auf dem Rücken
der Beschäftigten ausgetragen werden. Die Arbeitgeber scheinen noch
nicht zu begreifen, dass das Personal im ÖPNV am Limit
ist."/ruc/DP/mis
AXC0108 2026-02-17/11:30
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Autor: - dpa-AFX
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