| ROUNDUP/Verhandlungen zugestimmt: Paramount kämpft weiter um Warner-Kauf |
| 17.02.2026 16:50:00 |
Der Bieterkampf um das
Hollywood-Urgestein Warner Brothers geht in eine neue
Runde. Der Konzern stimmte zu, die Verhandlungen mit Paramount
wieder aufzunehmen, wie am Dienstag bekannt wurde.
Tags zuvor hatte die Nachrichtenagentur Bloomberg bereits mit
Verweis auf informierte Personen berichtet, dass bei Warner
diskutiert wird, ob Paramount einen besseren Deal bieten könnte als
der Streaming-Anbieter Netflix . Nun sind die
Voraussetzungen für einen möglichen zweiten Bieterkampf geschaffen.
Die Aktien von Warner und Paramount legten um gut zwei
beziehungsweise knapp sechs Prozent zu. Netflix-Titel gaben ein
Prozent nach.
Warner und Netflix waren Anfang Dezember eine verbindliche
Übernahmevereinbarung eingegangen. Wenige Tage später schmiss
Paramount seinen Hut in den Ring und bot 108,4 Milliarden Dollar für
den gesamten heutigen Warner-Konzern.
Vor knapp einem Monat änderte Netflix dann sein Gebot und will seine
Offerte von knapp 83 Milliarden US-Dollar (71 Mrd Euro) inklusive
Schulden für das Studio- und Streaming-Geschäft von Warner seitdem
komplett in bar bezahlen. Die TV-Sender wie CNN sollen dabei in ein
eigenständiges Unternehmen abgespalten werden. Paramount bot
anschließend an, die Zahlung von 2,8 Milliarden Dollar zu
übernehmen, die Warner an Netflix bei einer Auflösung des bereits
vereinbarten Übernahmedeals mit dem Streaming-Riesen überweisen
müsste.
Der Mitteilung zufolge hat sich Warner nun mit Netflix geeinigt,
sieben Tage lang mit Paramount über die Bedingungen seines jüngsten
Angebots zu verhandeln. Auslöser für die neuen Gespräche ist Warner
zufolge, dass ein Vertreter von Paramount mündlich eine Offerte von
31 Dollar pro Aktie in Aussicht gestellt habe. Das wäre ein Dollar
mehr als das bisherige Paramount-Angebot. Dabei habe es auch
geheißen, dass es nicht das "beste und endgültige" Gebot von
Paramount sei. Jetzt will der Warner-Verwaltungsrat herausfinden,
wie weit Paramount gehen würde.
In dem Bieterkampf geht es auch um das Schicksal des
Nachrichtensenders CNN, bei dem oft kritisch über US-Präsident
Donald Trump berichtet wird. Trump sagte im Dezember, es müsse
sichergestellt werden, dass CNN bei einem Deal auf jeden Fall den
Besitzer wechsele.
Paramount wurde im vergangenen Jahr von der Familie des als
Trump-Unterstützer bekannten Tech-Milliardärs Larry Ellison gekauft.
Die Nachrichtenredaktion des Paramount-Senders CBS schlug seit der
Übernahme durch die Ellisons zum Teil einen freundlichen Ton
gegenüber der Trump-Regierung an. Trump-Kritiker in den USA
befürchten, dass CNN unter dem Dach von Paramount die redaktionelle
Unabhängigkeit verlieren könnte./lew/so/men
ISIN US64110L1061 US9344231041 US69932A2042
AXC0200 2026-02-17/16:50
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Autor: - dpa-AFX
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