| Devisen: Euro gibt weiter nach - Britisches Pfund schwach nach Jobdaten |
| 17.02.2026 16:55:00 |
Der Euro hat am Dienstag zum
US-Dollar etwas weiter nachgegeben. Die Gemeinschaftswährung
notierte zuletzt bei 1,1806 Dollar. Dies ist der tiefste Stand seit
einer Woche. Im frühen Handel hatte der Euro noch rund einen halben
Cent höher notiert. Die Europäische Zentralbank setzte den
Referenzkurs auf 1,1826 (Montag: 1,1855) US-Dollar fest. Der Dollar
kostete damit 0,8455 (0,8435) Euro.
Etwas belastet wurde der Euro durch schwache Konjunkturdaten aus
Deutschland. Die Konjunkturerwartungen des Zentrums für Europäische
Wirtschaftsforschung (ZEW) für Deutschland haben sich im Februar
überraschend eingetrübt. Ökonomen hatten hingegen eine erneute
Verbesserung erwartet. Schließlich hatten sich zuletzt einige andere
Konjunkturdaten wie die Auftragseingänge verbessert.
Einige Ökonomen sehen auch Hoffnungszeichen. "Die
ZEW-Konjunkturerwartungen stabilisieren sich seit Beginn des Jahres
auf einem Niveau, das man zuletzt Anfang 2022 sah, also vor dem
russischen Angriff auf die Ukraine", kommentierte Robin Winkler,
Deutschland-Chefvolkswirt bei der Deutschen Bank. "Neben anderen
positiven Signalen gibt uns die ZEW-Umfrage frische Zuversicht, dass
die deutsche Konjunktur weiter Fahrt aufnimmt."
Das britische Pfund geriet nach Daten zum Arbeitsmarkt und zum
Lohnwachstum unter Druck. Letzteres schwächte sich überraschend
deutlich ab. Zudem stieg die Arbeitslosenquote überraschend etwas.
Damit steigt aus Sicht von Finanzmarktakteuren die
Wahrscheinlichkeit, dass die Bank of England den Leitzins in diesem
Jahr zweimal senkt, um die Wirtschaft anzukurbeln.
Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für
einen Euro auf 0,87330 (0,86900) britische Pfund, 181,06 (181,79)
japanische Yen und 0,9116 (0,9129) Schweizer Franken fest. Die
Feinunze Gold (etwa 31,1 Gramm) kostete zuletzt 4.869 Dollar. Das
waren etwa 123 Dollar weniger als am Vortag./jsl/he
ISIN EU0009652759 EU0009653088
AXC0203 2026-02-17/16:55
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Autor: - dpa-AFX
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