| Bayer schließt Milliardenvergleich in US-Rechtsstreitigkeiten um Glyphosat |
| 17.02.2026 17:44:00 |
Der Pharma- und Agrarchemiekonzern Bayer
hat in den USA einen milliardenschweren
Sammelvergleich zur Beilegung aktueller und künftiger Klagen zum
angeblich krebserregenden Unkrautvernichter Roundup geschlossen. Die
Zahlungen für den Sammelvergleich umfassten höchstens 7,25
Milliarden US-Dollar über bis zu 21 Jahre, wie der Dax
-Konzern am Dienstag mitteilte. Der Sammelvergleich
müsse vom Gericht in St. Louis (Bundesstaat Missouri) genehmigt
werden, hieß es von den Leverkusenern. Die Rückstellungen und
Verbindlichkeiten des Konzerns für Rechtsstreitigkeiten insgesamt
dürften von 7,8 auf 11,8 Milliarden Euro steigen. Die
Nachrichtenagentur Bloomberg hatte zuvor über bevorstehende
Vergleiche berichtet.
Zudem habe die Tochterfirma Monsanto weitere vertrauliche Vergleiche
vereinbart, um andere Glyphosat-Fälle beizulegen, hieß es vom
Konzern. Bei Bloomberg hatte es geheißen, dass es insgesamt um eine
Summe von 10,5 Milliarden Dollar für Glyphosat-Vergleiche gehe.
Darüber hinaus hat sich Monsanto Anfang dieses Jahres den Angaben
zufolge auch zu acht verbliebenen PCB-Urteilen am Sky Valley
Education Center im US-Bundesstaat Washington verglichen. Die
Bedingungen hierzu seien ebenfalls vertraulich.
Die Vergleichsvereinbarungen zu Glyphosat folgten auf die
Entscheidung des Obersten US-Gerichtshofes, den Fall "Durnell" zur
Überprüfung anzunehmen. Dabei habe die Erwartung, dass das Oberste
Gericht die Frage des Vorrangs von Bundesrecht bei Klagen wegen
angeblich fehlender Warnhinweise überprüfen könnte, die
Vergleichsverhandlungen erst möglich gemacht, teilte das Unternehmen
mit.
Bayer erhofft sich Rückenwind von der Überprüfung durch den US
Supreme Court. Der Fall beim Supreme Court bleibe von der
Vergleichsvereinbarung unberührt und sei wichtig, um erhebliche
Schadenersatzurteile aufzuheben, gegen die noch Rechtsmittel
anhängig sind, und die nicht durch den Sammelvergleich abgedeckt
sind, so Bayer./men/he
ISIN DE000BAY0017
AXC0217 2026-02-17/17:44
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Autor: - dpa-AFX
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