| ROUNDUP: Merz offen für Socia-Media-Verbote für Minderjährige |
| 18.02.2026 07:04:00 |
Bundeskanzler Friedrich Merz befürwortet ein
Social-Media-Verbot für Minderjährige. "Wenn Kinder heute im Alter
von 14 Jahren bis zu fünf Stunden und mehr Bildschirmzeit haben am
Tag, wenn die gesamte Sozialisation nur noch über dieses Medium
stattfindet, dann brauchen wir uns über Persönlichkeitsdefizite und
Probleme im Sozialverhalten von jungen Menschen nicht zu wundern",
sagte Merz dem Politik-Podcast "Machtwechsel".
Für den am Freitag beginnenden CDU-Parteitag liegt ein Antrag aus
dem Landesverband Schleswig-Holstein vor. Der empfiehlt, das
Mindestalter für die Nutzung von Instagram, Tiktok, Facebook und Co.
auf 16 Jahre festzusetzen, "begleitet von einer verpflichtenden
Altersverifikation".
Merz mit Sympathien für Ideen aus CDU und SPD
Der CDU-Chef sagte, er habe viel Sympathien für den Vorschlag und
auch für jenen aus der SPD. Führende Sozialdemokraten hatten ein
Papier mit konkreten Vorschlägen zur Umsetzung eines Verbots
vorgelegt. Kern ist ein nach Altersgrenzen abgestuftes Modell, das
ein vollständiges Verbot für Kinder unter 14 Jahren beinhaltet.
Eigentlich sei er bei Verboten sehr zurückhaltend, sagte Merz. Aber:
"Im Vordergrund muss stehen, wie schütze ich die Kinder in einem
Alter, in dem sie auch Zeit haben müssen zu spielen, zu lernen, sich
in der Schule zu konzentrieren". Er sei zwar der Meinung, Kinder
sollten in der Schule den Umgang mit elektronischen Medien lernen:
"Aber das Argument, man muss Kinder heranführen, damit sie es
können, trägt ehrlich gesagt nicht", betonte Merz. Er argumentierte:
"Dann müssten sie auch Alkohol schon in der Grundschule ausgeben,
damit sie sich daran gewöhnen."
Kanzleramtschef: "Das Thema treibt uns um"
Kanzleramtsminister Thorsten Frei (CDU) rechnet beim CDU-Parteitag
in Stuttgart mit einer breiten Diskussion über ein mögliches
Social-Media-Verbot für Jugendliche. "Das Thema treibt uns um. Wir
müssen eine gesunde Balance finden, um auf der einen Seite
Heranwachsende vor Hass, Desinformation und psychischen Belastungen
zu schützen und ihnen auf der anderen Seite die Möglichkeit bieten,
die Medienkompetenz zu stärken und digitale Chancen zu nutzen",
sagte Frei der "Rheinischen Post"./shy/DP/stk
ISIN US30303M1027 US02079K1079
AXC0048 2026-02-18/07:04
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Autor: - dpa-AFX
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