| ROUNDUP: Guirassy mit trauriger Botschaft - BVB auf Achtelfinal-Kurs |
| 18.02.2026 07:05:00 |
Torjäger Serhou Guirassy klatschte im dicken
Parka auch mit Ex-BVB-Star Mats Hummels ab, hochzufrieden ließen
sich die Profis von Borussia Dortmund dann von der
Südtribüne feiern. Vor allem dank Guirassy haben die Westfalen die
Tür zum Achtelfinale der Champions League weit aufgestoßen.
Beim 2:0 (2:0) im Playoff-Hinspiel gegen Atalanta Bergamo traf der
Stürmer in der 3. Minute zur Führung und bereitete den zweiten
Treffer durch Maximilian Beier (42.) mustergültig vor. "Das war ein
perfekter Start", betonte Guirassy mit Blick auf sein frühes Tor.
Mit dem verdienten Erfolg vor 76.900 Zuschauern hat sich der
Tabellenzweite der Fußball-Bundesliga eine glänzende
Ausgangsposition für das Rückspiel bei den Norditalienern am
Mittwoch nächster Woche verschafft. "Mir wäre das dritte (Tor) noch
ganz lieb gewesen", sagte BVB-Kapitän Julian Brandt allerdings beim
Streamingdienst Amazon Prime: "Ein 2:0 ist dennoch
gut, aber trotzdem auch immer gefährlich, wenn man noch ein
Auswärtsspiel vor der Brust hat."
Bei einem Weiterkommen trifft der BVB im Achtelfinale auf Englands
Tabellenführer FC Arsenal oder den FC Bayern München.
Verkehrschaos sorgt für verspäteten Beginn
Die härteste Geduldsprobe mussten die BVB-Profis vor dem Anpfiff
bestehen. Weil Star-Sänger Herbert Grönemeyer fast zeitgleich in der
benachbarten Westfalenhalle auftrat, brach rund um die Arena ein
Verkehrschaos aus. Mittendrin auch der Dortmunder Mannschaftsbus,
der deshalb viel später als geplant ins Stadion rollte. Die Folge:
Der Spielbeginn wurde um eine Viertelstunde nach hinten verschoben.
"Die Mannschaft hat 1:10 Stunden gebraucht. Bei dem einen oder
anderen war da Wut im Bauch. Vielleicht hilft uns das für das
Spiel", sagte BVB-Boss Lars Ricken vor dem Anpfiff bei Amazon Prime
und ergänzte: "Wir wollen zeigen, dass die Champions League unser
Wettbewerb ist. Ich hoffe auf einen Sieg."
Dortmunder Blitzstart
Als es endlich losging, war der BVB sofort auf Betriebstemperatur
oder wie Brandt meinte: "Wir waren relativ scharf". Nach nur 125
Sekunden traf Guirassy per Kopf zur frühen Führung. Die Flanke kam
von Julian Ryerson, der schon beim 4:0 gegen den FSV Mainz 05 am
vergangenen Freitag alle vier Treffer vorbereitet hatte.
Guirassy, der nach monatelangem Formtief nun in vier
aufeinanderfolgenden Pflichtspielen gleich sechsmal getroffen hat,
zeigte anschließend eine emotionale Botschaft. Der Nationalspieler
aus Guinea hatte auf ein Shirt unter seinem Trikot in Französisch
geschrieben: "Möge er sie in seinem großen Paradies willkommen
heißen." Seine Nichte sei gestorben, erklärte Guirassy nach der
Partie, die Nachricht habe seinem Bruder gegolten: "Wir stehen ihm
alle bei."
BVB schlägt kurz vor der Pause erneut zu
Danach hatte Dortmund alles im Griff. Erst nach gut 20 Minuten
geriet die BVB-Abwehr, in der mit Nationalspieler Nico
Schlotterbeck, Niklas Süle, Emre Can und Filippo Mane gleich vier
Innenverteidiger verletzt fehlten, erstmals in Gefahr. Nicola
Zalewski passte quer vor das Tor, wo Mario Pasalic den Ball nur
knapp verpasste.
In der Folge intensivierten die Gäste ihre Offensivbemühungen,
konnten sich aber keine Chancen erarbeiten. BVB-Torwart Gregor Kobel
wurde in der ersten Halbzeit kein einziges Mal ernsthaft geprüft.
Allerdings taten sich auch die Dortmunder im Angriff schwer, sodass
sich das Geschehen weitgehend zwischen den Strafräumen abspielte.
Doch dann startete Guirassy nach einem langen Ball von Felix Nmecha
kurz vor der Pause auf dem linken Flügel plötzlich durch. Ein kurzer
Blick, eine genaue Hereingabe - und Beier musste aus drei Metern nur
noch den Fuß dranhalten.
Nach dem Wechsel kontrollierten die Hausherren die Partie und hätten
bei etwas mehr Konsequenz vor dem gegnerischen Tor den Vorsprung
sogar ausbauen können. Das gelang zwar nicht, doch der Sieg geriet
nie in Gefahr./edo/DP/zb
ISIN DE0005493092
AXC0049 2026-02-18/07:05
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Autor: - dpa-AFX
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