| Vattenfall-Chef: Windpark-Flächen in Nordsee begrenzt |
| 18.02.2026 07:08:00 |
In Teilen der deutschen Nordsee gibt es nach
Einschätzung von Vattenfall-Chefin Anna Borg ein Platzproblem für
Windparks. "In der deutschen Nordsee sind die Flächen für Offshore
begrenzt", sagte die Vorstandschefin des staatlichen schwedischen
Energiekonzerns. Das erschwere die Planung von Windparkflächen und
führe dazu, dass sich manche Anlagen störten. "Ein Windpark schattet
einen anderen ab", sagte sie der Deutschen Presse-Agentur. In der
Fachsprache nennt sich das Wake-Effekt.
In Deutschland gibt es eine Debatte darüber, ob Windkraftflächen in
der deutschen ausschließlichen Wirtschaftszone attraktiv genug sind,
um Käufer zu finden. Im August 2025 konnte die Bundesnetzagentur
zwei Flächen in der Nordsee nicht versteigern. Im Januar war
bekanntgeworden, dass die Bundesregierung eine für dieses Jahr
geplante Ausschreibung verschieben will.
Vattenfall hat sich gegen Flächen entschieden
Vattenfall habe die im vergangenen Jahr ausgeschriebenen Flächen
geprüft - sich aber letztlich aus Gründen der Wirtschaftlichkeit
gegen ein Gebot entschieden, sagte Borg: "Für uns erschien es nicht
attraktiv. Hätte die Bundesregierung Preisrisiken abgesichert, wäre
die Bewertung womöglich anders ausgefallen."
Vattenfall, das Deutschland zu einem seiner Kernmärkte zählt, will
an anderen Stellen in der deutschen Nordsee die Windparks Nordlicht
1 und 2 errichten. Die finale Investitionsentscheidung fiel erst im
Januar. Der Bau von Nordlicht 1 soll dieses Jahr beginnen, der von
Nordlicht 2 voraussichtlich 2027. "Wir bauen die Windparks ohne
staatliche Förderung."
Industrieunternehmen werden den Strom abnehmen, wie Borg ankündigte.
Bereits bekannt ist, dass bislang BASF , Salzgitter
und das niederländisch-amerikanische Unternehmen LyondellBasell zu
den Kunden zählen. BASF und LyondellBasell sind Chemiekonzerne,
Salzgitter ist ein Stahlproduzent.
Deutsche Windparks im Ausland? Borg ist zurückhaltend
Eine Analyse des Fraunhofer-Institut Iwes hatte ergeben, dass der
Bau von deutschen Windparks in europäischen Nachbarländern die
Energiewende vergünstigen kann. Nach Einschätzung des Bundesverbands
Windenergie Offshore könnten Kosten in Milliardenhöhe eingespart
werden.
Eine Lösung des Platzproblems, indem Windparks allein für den
deutschen Markt in dänischen und schwedischen Meereszonen errichtet
werden, wäre zu prüfen, sagte Borg. "Gleichzeitig haben wir bereits
ein integriertes europäisches Energiesystem, in dem Strom zwischen
Deutschland und anderen Märkten transportiert werde." Das werde auch
in Zukunft so sein./lkm/DP/mis
ISIN DE000ENAG999 DE0007037129 DK0061539921 DE000A0D6554 DK0060094928
AXC0050 2026-02-18/07:08
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Autor: - dpa-AFX
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