| Wienerberger verdoppelte 2025 Gewinn trotz schwierigen Umfelds / Umsatz stieg leicht auf 4,6 Mrd. Euro, operatives EBITDA gab minimal auf 754 Mio. Euro nach - Dividende soll mit 0,95 Euro je Aktie unverändert bleiben - Ausblick zuversichtlich |
| 18.02.2026 08:01:00 |
Der österreichische Baustoffkonzern Wienerberger hat
das Geschäftsjahr 2025 mit einem deutlichen Gewinnsprung
abgeschlossen. Trotz der anhaltenden Schwäche im Wohnungsneubau
verdoppelte sich das den Aktionären zuzurechnende Ergebnis nach
Steuern im Vergleich zum Vorjahr auf 166 Mio. Euro. Der Umsatz legte
leicht um 1 Prozent auf 4,57 Mrd. Euro zu. Das operative Ergebnis
blieb stabil, während Einmaleffekte das berichtete Ergebnis
stützten.
Ausschlaggebend für den starken Anstieg beim Periodenüberschuss -
2024 war dieser noch auf 80 Mio. Euro eingebrochen - waren vor allem
wegfallende Belastungen. Während das Vorjahr durch hohe
Restrukturierungskosten geprägt war, sanken die Wertminderungen von
Vermögenswerten 2025 massiv von 51 auf 13 Mio. Euro. Zudem
verbesserte sich das Finanzergebnis deutlich, wie aus dem am
Mittwoch veröffentlichten Kurzbericht zum Konzernergebnis 2025
hervorgeht.
Gegenwind in der Baubranche
Operativ bekam der Konzern den Gegenwind in der Baubranche jedoch
leicht zu spüren: Das um Strukturanpassungen und Immobilienverkäufe
bereinigte operative EBITDA sank minimal um 1 Prozent auf 754 Mio.
Euro. Die entsprechende Marge ging von 16,8 auf 16,5 Prozent zurück.
In der unbereinigten Betrachtung (EBITDA) steht hingegen ein Plus
von 2 Prozent auf 721 Mio. Euro zu Buche.
Das Marktumfeld präsentierte sich zweigeteilt. Während der
Wohnungsneubau in Europa und Nordamerika unter hohen Zinsen litt,
entwickelten sich die Bereiche Renovierung und Infrastruktur robust.
Besonders das Dachgeschäft profitierte von der vollständigen
Integration der Terreal-Übernahme. In Nordamerika verzeichnete
Wienerberger Absatzrückgänge, konnte jedoch durch striktes
Preismanagement gegensteuern. Der Umsatzanteil aus dem
Renovierungsgeschäft stieg auf 38 Prozent, während der Neubauanteil
auf 43 Prozent sank.
Dividende bleibt bei 0,95 Euro je Aktie
Die Verschuldung konnte der weltgrößte Ziegelproduzent abbauen.
Die Nettoverschuldung sank per Ende 2025 auf 1,64 Mrd. Euro (2024:
1,75 Mrd. Euro), getrieben durch einen starken Free Cashflow von 474
Mio. Euro. Den Aktionären soll für das abgelaufene Geschäftsjahr
eine Dividende von 0,95 Euro je Aktie vorgeschlagen werden, was dem
Niveau des Vorjahres entspricht.
Wienerberger-CEO Heimo Scheuch betonte die Widerstandsfähigkeit
des Geschäftsmodells. Trotz des schwachen Neubauumfelds seien
Umsätze und Margen gehalten worden. Für die Zukunft gibt sich der
Vorstand zuversichtlich: Man sei mit einer starken Bilanz gut
aufgestellt, um von einer Markterholung zu profitieren, die durch
sinkende Zinsen sowie öffentliche und private Investitionen erwartet
wird.
(Redaktionelle Hinweise: GRAFIK 0205-26, 88 x 106 mm)
ivn/cgh
ISIN AT0000831706
WEB http://www.wienerberger.com
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Autor: - APA/ivn/cgh
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