| Hoffnung im Wohnungsbau: Mehr Baugenehmigungen |
| 18.02.2026 08:48:00 |
Hoffnungsschimmer im seit Jahren kriselnden
Wohnungsbau in Deutschland: Nach drei Jahren mit rückläufigen Zahlen
genehmigten die Behörden 2025 wieder mehr neue Wohnungen. 238.500
Einheiten zählte das Statistische Bundesamt. Das ist ein Plus von
10,8 Prozent zum Vorjahr, das den niedrigsten Stand seit 2010
gebracht hatte. Erstmals seit 2021 stieg damit die Zahl der
Genehmigungen für Neubau und Umbau von Wohnraum wieder.
Bundesbauministerin Verena Hubertz (SPD) wertet dies als Beleg
dafür, "dass die Trendwende im Wohnungsbau begonnen hat".
Insbesondere das zweite Halbjahr mit einem Plus von 17,8 Prozent
unterstreiche, "dass sich im Wohnungsbau vieles in die richtige
Richtung bewegt", erklärte die Ministerin. "Die Stimmung in der
Branche hat sich verbessert und auch die Investitionen steigen. Das
ist auch das Ergebnis klarer politischer Entscheidungen."
Knappes Angebot in vielen Städten
Bis die genehmigten Bauvorhaben umgesetzt werden, dauert es jedoch.
Nach Schätzungen der Immobilienbranche werden im laufenden Jahr
215.000 Wohnungen fertiggestellt werden. Das wären etwa 20.000
weniger als 2025 und insgesamt deutlich weniger als benötigt.
Seit Jahren ist bezahlbarer Wohnraum vor allem in Ballungsräumen
knapp. In Städten wie München, Frankfurt oder Berlin, aber auch in
anderen Regionen sind die Kosten fürs Wohnen für viele Menschen eine
erhebliche Last.
Wann zündet der "Bau-Turbo"?
Mehr neue Wohnungen sind erklärtes Ziel der schwarz-roten
Bundesregierung. Die SPD-geführte Vorgängerregierung hatte 400.000
neue Wohnungen in Deutschland pro Jahr versprochen, dieses Ziel aber
nie erreicht. Im Jahr 2024 waren 251.900 Wohnungen hierzulande
fertiggestellt worden und damit so wenig wie seit 2015 nicht mehr.
Die amtierende Bundesregierung will mit einem "Bau-Turbo" über
schnellere Genehmigungen den schleppenden Wohnungsbau voranbringen.
Fachleute halten das für einen richtigen Impuls. Bauministerin
Hubertz äußerte sich zuversichtlich, dass die Regierung mit diesem
und weiteren Schritten dafür sorgt, "dass sich der positive Trend
auch im Jahr 2026 weiter fortsetzt". Doch die meisten
Hochbau-Unternehmen rechnen erst für die Jahre 2027 und 2028 mit
spürbaren Effekten des "Bau-Turbos".
Den vorläufigen Zahlen der Wiesbadener Statistiker zufolge wurden im
vergangenen Jahr in neu zu errichtenden Wohngebäuden 194.200
Wohnungen genehmigt und damit 13,2 Prozent mehr als 2024. Während es
bei Einfamilienhäusern um 17,2 Prozent auf 44.500 nach oben ging,
blieb die Zahl neuer Zweifamilienhäuser fast unverändert bei 12.600.
In neuen Mehrfamilienhäusern, der zahlenmäßig stärksten Gebäudeart,
genehmigten die Behörden 128.100 Wohnungen und damit 12,1 Prozent
mehr als ein Jahr zuvor./ben/DP/mis
ISIN DE0008303504 DE0005168108 DE0007274136 DE000A0LR936 DE000A1ML7J1
AXC0072 2026-02-18/08:48
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Autor: - dpa-AFX
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