| Schwesig lehnt Rente mit 70 ab |
| 18.02.2026 16:30:00 |
Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin
Manuela Schwesig lehnt eine weitere Anhebung des
Renteneintrittsalters ab. "Ich bin strikt dagegen", erklärte die
51-jährige SPD-Politikerin. "Die Debatte um die Rente mit 70 bewegt
und verunsichert die Menschen sehr." Das Vertrauen der Menschen in
die Rente sei Vertrauen in den Sozialstaat, in Demokratie und
gesellschaftlichen Zusammenhalt.
Schwesig: Rentenkürzung durch die Hintertür
Eine Anhebung des Renteneintrittsalters komme einer Rentenkürzung
durch die Hintertür für all jene gleich, die nicht so lange im
Erwerbsleben bleiben könnten. "Das betrifft diejenigen, die in
körperlich und psychisch herausfordernden Berufen arbeiten, sei es
auf dem Bau, in der Landwirtschaft, im Krankenhaus oder in der
Pflege", sagte Schwesig.
Gerade im Osten sei die gesetzliche Rente von zentraler Bedeutung
für die Menschen. "In meinem Bundesland ist die gesetzliche Rente
oftmals das einzige Alterseinkommen", erklärte die Regierungschefin.
"Deshalb müssen sich die Menschen auf ihren Renteneintritt und die
Rentenhöhe verlassen können."
Alterssicherungskommission berät
Schwesig zufolge wird die Alterssicherungskommission am 23. Februar
über Vorschläge zu Reform der Rente beraten. Das Gremium ist von der
Bundesregierung eingesetzt worden. Zu seinen Prüfaufträgen zählt die
Frage, ob es eine Verlängerung der Lebensarbeitszeit geben soll oder
eine Koppelung des Renteneintrittsalters an die steigende
Lebenserwartung.
Neben Expertinnen und Experten sind auch Koalitionspolitiker unter
den Mitgliedern, darunter der Chef der Jungen Gruppe der
Unionsfraktion, Pascal Reddig (CDU), der als einer der sogenannten
Rentenrebellen der Union im Dezember gegen die künftige
Stabilisierung des Rentenniveaus gestimmt hatten./ili/DP/men
AXC0200 2026-02-18/16:30
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Autor: - dpa-AFX
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