| Start für 'Ostdeutsche Allgemeine Zeitung' - Erste Ausgabe am Freitag |
| 19.02.2026 15:42:00 |
Mit mehr ostdeutschen Perspektiven will die
"Ostdeutsche Allgemeine Zeitung" (OAZ) ab Freitag für Bewegung auf
dem deutschen Medienmarkt sorgen. Am ersten Tag erscheint eine
gedruckte Ausgabe mit einer Auflage von rund 43.000 Exemplaren,
sagte OAZ-Geschäftsführer Dirk Jehmlich der Deutschen
Presse-Agentur.
Als Printausgabe kommt die OAZ künftig immer freitags auf den Markt,
an den übrigen Tagen gibt es eine digitale Ausgabe inklusive
E-Paper. Die Zeitung erscheint im neu gegründeten Ostdeutschen
Verlag, der wie der Berliner Verlag ("Berliner Zeitung") zur
Ostdeutschen Medienholding GmbH gehört.
"Wir wollen das Leitmedium in Ostdeutschland werden", kündigte
Chefredakteur Dorian Baganz an, den Verleger Holger Friedrich vom
Wochenblatt "Der Freitag" für sein neues Projekt holte. "Der Osten
wird oft problematisiert, erklärt oder übergangen - meist aus einer
Distanz heraus, die wenig Alltagserfahrung mitbringt", heißt es in
den publizistischen Leitlinien der neuen Zeitung. Sie versteht sich
als "Bühne für unterschiedliche Perspektiven, die aus Ostdeutschland
in den gesamtdeutschen Diskurs eingebracht werden".
Keine lokalen Ableger geplant
Zuletzt haben rund 25 Redakteure, darunter Journalisten der
"Berliner Zeitung" die ersten Ausgaben vorbereitet, langfristig
sollen laut Jehmlich 50 Redakteure für die OAZ arbeiten.
Die neue Zeitung erscheint mit einer einheitlichen Ausgabe, es sind
keine lokalen Ableger geplant. "Wir haben schnell gemerkt: Das
Defizit im Markt ist nicht die Lokalpresse. Die gibt es genug. Was
fehlt, sind überregionale Themen aus ostdeutschen Perspektiven. Es
braucht keine weiteren 14 Regionalzeitungen, sondern eine 4.
Himmelsrichtung im gesamtdeutschen Diskurs", sagte Baganz der dpa.
Der neue Verlag hat seinen Sitz in Dresden, die Leitung der Ressorts
wird auf verschiedenen Städte im Osten verteilt. "Wir stellen uns
dezentral auf und verteilen die Fachkompetenz über ganz
Ostdeutschland. In Dresden haben wir beispielsweise unser
Wirtschaftsressort angesiedelt", erklärte Baganz. Das Kulturressort
wird in Weimar angesiedelt, die Leitung des Politikressorts ist in
Magdeburg geplant.
Die Printausgabe am Freitag erscheint im rheinischen Format mit
einem Umfang von 56 Seiten. Sie soll auch in großen westdeutschen
Städten zu kaufen sein. Die Zeitung kostet 3,90 Euro, das Digitalabo
monatlich 12 Euro./uk/DP/men
AXC0219 2026-02-19/15:42
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Autor: - dpa-AFX
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