| ROUNDUP/BSI: Attacken wie bei der DB sollen oft Unsicherheit schüren |
| 19.02.2026 16:06:00 |
Bei DDos-Angriffen wie diese Woche bei der
Deutschen Bahn (DB) geht es nach Einschätzungen des Bundesamtes für
Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) oft darum, ein Gefühl
der Unsicherheit und Verwundbarkeit zu erzeugen. Die Bahn sah sich
ab Dienstag einem DDoS-Angriff (Distributed Denial of Service)
ausgesetzt. Dabei werden gleichzeitig Unmengen von Anfragen an ein
Ziel geschickt, mehr als der Server verarbeiten kann. Das führt dann
dazu, dass er für normale Nutzer nicht erreichbar ist.
Die Systeme liefen inzwischen wieder stabil und ohne
Einschränkungen, betonte die Bahn am Donnerstag. "Unsere
IT-Expert:innen arbeiten weiter erfolgreich an der Abwehr und
Analyse des Angriffs."
Überlastungsangriffe sind nicht selten
DDos-Angriffe kämen in Deutschland häufig vor, seit dem russischen
Angriff auf die Ukraine stelle das Bundesamt eine weitere Zunahme
fest, hieß es seitens des BSI. Derartige Angriffe könnten eine
kriminelle Motivation haben - etwa um Geschäftsmodelle zu stören und
darüber Lösegeld zu erpressen. "Häufiger sind allerdings
öffentlichkeitswirksame DDoS-Angriffe, die auch oder insbesondere zu
Propagandazwecken eingesetzt werden", erklärte die
Sicherheitsbehörde. In einigen Fällen erfolgten sie auch als
Reaktion auf konkrete politische Maßnahmen, wie etwa die
Unterstützung der Ukraine.
Dienstag ging es los
Die Deutsche Bahn (DB) sah sich von Dienstagmittag an einem
großangelegten Cyberangriff ausgesetzt - mit Auswirkungen auf die
Buchungs- und Auskunftssysteme des Konzerns. "Das Ausmaß ist
erheblich", teilte die bundeseigene Bahn am Mittwoch mit. "Die
aktuelle Attacke ist gezielt auf die DB gerichtet und ist in Wellen
erfolgt." Ziel des Angriffs seien die IT-Systeme. Die
Abwehrmechanismen griffen aber. Kundendaten seien nicht geklaut
worden, betonte ein Sprecher. Betroffen waren sowohl die Buchungsapp
"DB-Navigator" als auch die Internetseite bahn.de.
Unternehmen muss Angriff selbst abwehren
Die Abwehr von DDos-Angriffen sei grundsätzlich möglich, aber immer
nur in Reaktion auf einen konkreten Angriff umsetzbar. Das BSI stehe
mit der Deutschen Bahn im Austausch. Die Abwehr des Angriffs müsse
aber rein technisch zunächst durch das betroffene Unternehmen
erfolgen. Das BSI stelle für solche Fälle eine Liste qualifizierter
Dienstleister zur Verfügung. Das BSI schätze DDoS-Angriffe durchaus
als Problem ein, hieß es weiter. Gleichzeitig bitte die Behörde
darum, "den gewünschten Effekt der Propaganda nicht zu
unterschätzen"./abc/DP/men
AXC0226 2026-02-19/16:06
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Autor: - dpa-AFX
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