| Hamburger Energieunternehmen gegen Reiches Netzpaket |
| 20.02.2026 06:48:00 |
Eine Allianz aus Hamburger Energieunternehmen
macht Front gegen Reformpläne von Bundeswirtschaftsministerin
Katherina Reiche (CDU) zum Ausbau der erneuerbaren Energien.
"Absurd, aber wahr: Statt die Wirtschaft in Schwung zu bringen,
bremst Ministerin Reiche sie aus", sagte der Vorstand von Green
Planet Energy, Sönke Tangermann, der Deutschen Presse-Agentur. Das
Netzpaket schwäche die Erneuerbaren-Branche und damit auch den
Wirtschaftsstandort Hamburg.
Gemeinsamer Brief an die CDU Hamburg
In einem gemeinsamen Brief an die CDU Hamburg, der der dpa vorliegt,
fordern rund zwei Dutzend Unternehmen die Partei auf, "als
Vertreterin marktwirtschaftlicher Prinzipien die Energiewende
konstruktiv zu gestalten, Planungssicherheit zu gewährleisten und
dies auf dem anstehenden Parteitag zu berücksichtigen".
Ein effizienter Bürokratieabbau, die Digitalisierung und bundesweit
einheitliche Regeln seien entscheidend für Hamburgs wirtschaftliche
Zukunft. Die CDU trifft sich an diesem Wochenende in Stuttgart zu
einem Bundesparteitag.
Die Branche schaffe in Hamburg tausende Arbeitsplätze und sichere
die Zukunftsfähigkeit und Krisensicherheit des Landes, sagte
Tangermann. "Wir erwarten von der Hamburger CDU, dass sie sich für
den Erhalt von Arbeitsplätzen und Wertschöpfung in unserer
Hansestadt einsetzt und dem Netzpaket in dieser Form eine klare
Absage erteilt."
Zu den Unterzeichnern des Schreibens zählen Energieunternehmen wie
Lichtblick, GP Joule, Enertrag, 1 Komma 5 Grad, Naturstrom oder
Greentech.
Reiche will teure Abregelungen vermeiden
Reiche strebt an, den Zubau von Wind- und Solaranlagen besser an den
hinterherhinkenden Netzausbau anzupassen und Kosten zu senken. Teure
"Abregelungen" sollen vermieden werden. In der vergangenen Woche war
ein Gesetzentwurf des Ministeriums bekanntgeworden, der sich
allerdings noch nicht in der regierungsinternen Abstimmung befindet.
In der Kritik steht vor allem ein im Entwurf genannter
"Redispatchvorbehalt": Demnach sollen Gebiete, in denen eine
Abregelung erneuerbarer Energien im Vorjahr bei über drei Prozent
lag, für bis zu zehn Jahre als "kapazitätslimitiert" ausgewiesen
werden können. Neue Windräder oder Solaranlagen sollen Betreiber in
diesen Gebieten nur errichten dürfen, wenn sie für zehn Jahre auf
Entschädigungen bei einer Abregelung verzichten.
Um Netzengpässe zu vermeiden, kommt es immer wieder zur Abregelung
von Wind- und Solaranlagen, deren Leistung gedrosselt oder
abgeschaltet wird. Die Eingriffe werden Redispatch genannt. Werden
Anlagen abgeregelt, stehen den Betreibern Entschädigungen zu.
Umgekehrt werden Kraftwerksbetreiber für den zusätzlichen Einsatz
ihrer Anlagen bezahlt - das kostet Milliarden./klm/DP/zb
AXC0038 2026-02-20/06:48
|
Autor: - dpa-AFX
|
| Copyright APA/dpa-AFX. Alle Rechte vorbehalten. Weiterverbreitung, Wiederveröffentlichung oder dauerhafte Speicherung ohne ausdrückliche vorherige Zustimmung von APA/dpa-AFX ist nicht gestattet. |
|
|
| DAX | 25.073,73 | 30,16 | 0,12% |
| TecDax | 3.691,55 | -6,65 | -0,18% |
| MDAX | 31.715,34 | 236,33 | 0,75% |
| Dow Jones (EOD) | 49.395,16 | -267,50 | -0,54% |
| Nasdaq 100 | 24.797,34 | -101,53 | -0,41% |
| S & P 500 (EOD) | 6.861,89 | -19,42 | -0,28% |
| SMI | 13.799,59 | -7,45 | -0,05% |
|
| EUR/US$ | 1,1766 | -0,00 | -0,06% |
| EUR/Yen | 182,6755 | 0,19 | 0,10% |
| EUR/CHF | 0,9132 | 0,00 | 0,07% |
| EUR/Brit. Pfund | 0,8731 | -0,00 | -0,15% |
| Yen/US$ | 0,0064 | 0,00 | -0,03% |
| CHF/US$ | 1,2885 | -0,00 | -0,09% |
|
| baha Brent Indication | 71,33 | -0,40 | -0,56% |
| Gold | 5.027,73 | 19,79 | 0,40% |
| Silber | 80,43 | 2,45 | 3,14% |
| Platin | 2.124,40 | 59,64 | 2,89% |
| |
|
|