| ROUNDUP 2: Schnee führt zu Behinderungen an Flughäfen München und Wien |
| 20.02.2026 11:42:00 |
(neu: Details.)
MÜNCHEN/WIEN (dpa-AFX) - Heftiger Schneefall hat an den Flughäfen
München und Wien zu größeren Problemen geführt. Der
Münchner Flughafen teilte auf seiner Webseite mit, dass Starts und
Landungen sich verspäten oder ganz ausfallen könnten. Bereits am
Donnerstag sei es zu 100 Annullierungen gekommen, am Freitag waren
bis zum Vormittag 50 Flugausfälle bekannt, sagte ein Sprecher.
Der Flughafen Wien stellte seinen Betrieb sogar vorübergehend ein.
Mindestens 150 Flüge wurden nach Angaben des Airports gestrichen.
Erst gegen Mittag könnten zumindest einzelne Starts und Landungen
wieder möglich sein, teilte der Flughafen weiter mit. Mit
Verspätungen sei aber noch den ganzen Tag zu rechnen.
Rund 20 Zentimeter Schnee in Wien
In der Nacht waren am Wiener Flughafen rund 20 Zentimeter Schnee
gefallen. Der Winterdienst sei seit Donnerstagabend durchgehend im
Einsatz, hieß es. Etwa 1.000 Lastwagen-Ladungen mit insgesamt rund
15.000 Tonnen Schnee seien bisher beseitigt worden.
Auch auf den Straßen in Bayern und in Österreich gab es Probleme. In
Bayern kam es zu zahlreichen Unfällen - vor allem in Oberbayern und
Schwaben rückten die Einsatzkräfte vermehrt aus, wie die
Polizeipräsidien mitteilten.
Allein im südlichen Oberbayern habe es rund 75 Einsätze wegen
Schneefalls und Glätte gegeben, sagte ein Polizeisprecher. Häufig
blieb es bei Unfällen mit Blechschäden. Insgesamt zwölf Menschen
wurden demnach leicht verletzt. Mal stießen die Autofahrer gegen die
Leitplanke, mal landeten sie im Graben. Außerdem war Schneebruch ein
Problem: Mehrere Bäume stürzten dadurch auf die Straßen.
Zu einem schweren Unfall war es am späten Donnerstagabend am
Münchner Autobahnring gekommen. Ein Familienvater fuhr von der A99
bei Aschheim auf einen Parkplatz ab, kam von der winterlichen
Fahrbahn ab und prallte gegen einen geparkten Sattelzug. Das Auto
schob sich unter den Auflieger des Lastwagens. Der 51 Jahre alte
Fahrer, seine 47-jährige Ehefrau und ihre zehn Jahre alte Tochter
kamen schwer verletzt in ein Krankenhaus.
Lawine schiebt Bus von der Straße
Im österreichischen Bundesland Tirol wurde ein Bus, der
Firmenangestellte zu ihrem Unternehmen bringen sollte, von einer
Lawine erfasst und von der Straße geschoben. Keiner der zwölf
Insassen sei verletzt worden, sagte ein Polizeisprecher.
Bereits am Donnerstag war ein Münchner Autofahrer in Österreich mit
einem Räumfahrzeug kollidiert und mit seinem Auto 30 Meter in
steilem Gelände abgestürzt. Der 52-Jährige war mit seiner 17 Jahre
alten Tochter bei Sölden auf einer schneebedeckten Straße bergab
unterwegs, wie die Polizei mitteilte. In einer Linkskurve kam ihm
das Räumfahrzeug entgegen, wobei ihr Auto mit diesem kollidierte.
Bei dem Absturz wurden der Fahrer schwer und die Tochter leicht
verletzt. Obwohl bei schneebedeckter Straße auf der Route
Schneeketten Pflicht seien, seien beim Unfallfahrzeug keine montiert
gewesen, hieß es.
Rund 30.000 Haushalte in der Steiermark ohne Strom
In der Steiermark waren rund 30.000 Haushalte ohne Strom. Dort waren
nach einer Störungsübersicht der Energienetze Steiermark viele
Trafo-Stationen ausgefallen.
Auch auf Bahnstrecken machte sich das Winterwetter bemerkbar. So
fiel auf der Strecke zwischen Garmisch-Partenkirchen und Innsbruck
ein Baum auf die Gleise und beschädigte die Oberleitung. Die Züge
aus München endeten deshalb vorzeitig am Bahnhof in
Garmisch-Partenkirchen.
Hohe Lawinengefahr in vielen Wintersportregionen
In Norditalien wurde derweil ein weiterer tödlicher Lawinenabgang
gemeldet. Ein 54-Jähriger war nach Angaben der Nachrichtenagentur
Ansa am Donnerstagnachmittag mit einer Gruppe weiterer Deutscher auf
einer Skitour auf 2.550 Metern Höhe in der Nähe der Gemeinde
Saint-Nicolas im Aostatal an der Grenze zu Frankreich unterwegs, als
es zu dem Unglück kam.
Die Lawine erfasste die Gruppe, woraufhin zwei der Skifahrer
verschüttet wurden. Die Gruppe alarmierte sofort die Bergwacht und
begann, die beiden Verschütteten auszugraben. Wie Ansa weiter
meldete, wurde der eine der beiden nur leicht verletzt, der andere
befand sich wegen Unterkühlung in einem kritischen Zustand. Er wurde
in ein Krankenhaus gebracht, dort starb er später.
Angesichts üppiger Schneefälle ist die Lawinengefahr in vielen
europäischen Wintersportregionen derzeit hoch. In den vergangenen
Tagen meldeten die Behörden immer wieder Tote durch schwere
Lawinenabgänge in Österreich, Frankreich, der Schweiz sowie im
Norden Italiens. Bei dem jüngsten Unglück im Aostatal soll die
Lawinenwarnstufe vier von fünf bestanden haben./kie/DP/men
ISIN DE0008232125
AXC0102 2026-02-20/11:42
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Autor: - dpa-AFX
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