| Iranische Ingenieure sollen Google-Geheimnisse gestohlen haben |
| 20.02.2026 12:17:00 |
Drei Ingenieure aus dem Silicon Valley sollen
Geschäftsgeheimnisse von Google und anderen Technologieunternehmen
gestohlen und vertrauliche Daten unter anderem in den Iran
weitergegeben haben. Ihnen werden Verschwörung zum Diebstahl von
Geschäftsgeheimnissen, Diebstahl und versuchter Diebstahl sensibler
Technologien sowie Justizbehinderung vorgeworfen, wie das
US-Justizministerium mitteilte. Eine sogenannte Grand Jury auf
Bundesebene habe den Weg für die Anklage freigemacht.
Laut Anklageschrift handelt es sich um iranische Staatsangehörige:
ein 41 und 40 Jahre altes Ehepaar sowie die 32-jährige Schwester der
Frau. Die Schwester lebte demnach mit Studentenvisum in den USA, die
Frau wurde später US-Staatsbürgerin. Ihr Mann besitze eine
unbefristete Aufenthaltsgenehmigung und soll zuvor in der iranischen
Armee gedient haben, hieß es weiter.
FBI: "Kalkulierter Vertrauensbruch"
Nach Darstellung der Anklage nutzten die Angeklagten ihre Jobs bei
Techfirmen, darunter Google, um an vertrauliche Daten zu gelangen.
Die Schwestern arbeiteten bei Google, der Mann bei einem
Prozessorentwickler. Sensible Informationen seien auf externe
Speicherorte übertragen worden - auch in den Iran, erklärte das
Justizministerium.
Google teilte dem Sender CNBC mit, der mutmaßliche Datendiebstahl
sei bei routinemäßigen Sicherheitsprüfungen entdeckt und
anschließend den Strafverfolgungsbehörden gemeldet worden.
"Die Angeklagten haben ihre Position ausgenutzt, um vertrauliche
Geschäftsgeheimnisse ihrer Arbeitgeber zu entwenden", sagte
US-Staatsanwalt Craig H. Missakian. Man werde entschieden gegen
Personen vorgehen, die sensible Innovationen für unrechtmäßige
Zwecke oder zugunsten anderer Staaten nutzten. Das FBI sprach von
einem "kalkulierten Vertrauensbruch" und gezielten
Vertuschungsversuchen./scr/DP/mis
ISIN US02079K3059 US02079K1079
AXC0110 2026-02-20/12:17
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Autor: - dpa-AFX
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