| Aktien New York Ausblick: Verluste - Iran-Konflikt und maues US-Wachstum |
| 20.02.2026 14:54:00 |
Wegen der nach wie vor möglichen Eskalation des
Konfliktes zwischen den USA und dem Iran bleiben die Anleger am
US-Aktienmarkt am Freitag vorsichtig. Leichten Druck auf die
Notierungen brachten vorbörslich zudem Daten zum
US-Wirtschaftswachstum im Schlussquartal 2025 sowie
Inflationssignale.
Der Broker IG taxierte den US-Leitindex Dow Jones Industrial
knapp eine Stunde vor dem Auftakt auf 49.290 Punkte
und damit 0,2 Prozent im Minus. Der von Technologiewerten dominierte
Nasdaq 100 dürfte demnach 0,4 Prozent tiefer mit
24.700 Punkten in den Handel gehen.
So wuchs die US-Wirtschaft im Schlussquartal weniger als erwartet,
während der PCE-Deflator der persönlichen Konsumausgaben, eine
Kennzahl zur Preisentwicklung, etwas höher lag als gedacht. Der
PCE-Index ist das bevorzugte Preismaß der US-Notenbank Fed und wird
daher an den Finanzmärkten stark beachtet. Größere Veränderungen der
Markterwartungen hinsichtlich möglicher weiterer Zinssenkungen durch
die US-Notenbank Fed zeichneten sich zunächst nicht ab.
Mit Blick auf den Iran hatte US-Präsident Donald Trump schon am
Donnerstag eine Frist für ein Abkommen im Atomstreit genannt und 10
bis 15 Tage als ausreichend bewertet. Zugleich hatte er gedroht:
"Entweder wir erzielen eine Einigung oder es wird für sie
bedauerlich." Das hatte am Donnerstag schon etwas auf die Stimmung
am US-Aktienmarkt gedrückt. Der Iran wiederum drohte für den Fall
eines Angriffs mit "entschlossenen und angemessenen" Gegenmaßnahmen.
Angesichts der Spannungen dürften Rüstungswerte wie Northrop Grumman
, General Dynamics und L3Harris
Technologies weiterhin im Fokus vieler Anleger
stehen.
Für die Aktien des Bergbauunternehmens Newmont ging
es vorbörslich um 3,6 Prozent nach unten, nachdem der weltgrößte
Goldschürfer für das laufende Jahr eine niedrigere
Goldbarren-Produktion in Aussicht gestellt hatte.
Zudem könnten die Aktien des Raumfahrunternehmens Rocket Lab
einen Blick wert sein, die vorbörslich um rund ein
halbes Prozent nachgaben. Wie die "Welt" schrieb, hat der
Rüstungskonzern Rheinmetall ein Auge auf den
Raumfahrt-Laserspezialisten Mynaric geworfen, der eigentlich durch
den US-Konzern übernommen werden sollte.
Deutlichere Verluste von jeweils rund zehn Prozent verzeichneten
vorbörslich die Aktien des Chemieunternehmens Chemours
und des Internet- und Cloud-Dienstleisters Akamai
. Während Chemours mit der Gewinnentwicklung im
Schlussquartal des vergangenen Jahres den Erwartungen
hinterherhinkte, verfehlte Akamai mit dem Gewinnausblick für 2026
die mittlere Analystenschätzung./mis/men
ISIN US2605661048 US6311011026 US78378X1072
AXC0153 2026-02-20/14:54
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Autor: - dpa-AFX
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