| Chinas Staatsreederei Cosco darf Mehrheit an Hamburger Spedition übernehmen |
| 20.02.2026 15:21:00 |
Die chinesische Staatsreederei Cosco darf
80 Prozent der Hamburger Spedition Konrad Zippel übernehmen. "Aus
wettbewerblicher Sicht bestehen gegen das Vorhaben keine Bedenken",
erklärte der Präsident des Bundeskartellamts, Andreas Mundt. Bei der
Fusionskontrolle nicht betrachtet worden seien
außenwirtschaftsrechtliche oder sicherheitspolitische Aspekte.
Unternehmen auf unterschiedlichen Ebenen unterwegs
"Cosco transportiert im Wesentlichen Container auf dem Seeweg,
während Zippel den Weitertransport der Container von den Seehäfen
ins Binnenland organisiert", sagte Mundt. Die Unternehmen seien
damit auf unterschiedlichen Ebenen der Transportkette tätig und
stünden nicht in unmittelbarem Wettbewerb zueinander. Die 1876
gegründete Spedition Zippel hat rund 350 Beschäftigte.
Cosco, viertgrößte Reederei der Welt, ist bereits über eine
Minderheitsbeteiligung von 24,99 Prozent an der
Betreibergesellschaft des HHLA -Container-Terminals
Tollerort im Hamburger Hafen präsent. Zippel wiederum ist
spezialisiert auf Containertransporte zwischen dem Seehafen und dem
Binnenland. Die sogenannten Hinterlandverkehre werden häufig auch in
Kombination mit der Bahn abgewickelt.
Bundeskartellamt: Keine Beeinträchtigungen zu erwarten
In den Häfen Hamburg und Bremerhaven seien 2024 mehr als 12
Millionen Standardcontainer umgeschlagen worden. "Zippel bewegte im
Hinterlandverkehr dieser Häfen nur einen Bruchteil dieser Ladung,
überwiegend per Bahn", erklärte das Bundeskartellamt. Es sei also
nicht zu erwarten, dass die Fusion den Zugang anderer Reedereien zu
Speditionsdienstleistungen oder den Zugang anderer Spediteure zu
Reedereikunden spürbar beeinträchtigt./klm/DP/men
ISIN DE000A0S8488
AXC0161 2026-02-20/15:21
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Autor: - dpa-AFX
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