| Wiener Börse - ATX beendet starke Woche moderat im Plus / Gerichtsentscheid gegen US-Zölle gibt nur kurzen Euphoriestoß - ATX mit Wochengewinn von 3,3 Prozent |
| 20.02.2026 17:56:00 |
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AKTUALISIERUNGS-HINWEIS
Neu: Einzelwerte ergänzt.
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Der ATX hat am Freitag in einem insgesamt trägen
Handel moderat zugelegt. Die Entscheidung des US-Supreme-Courts,
zahlreiche Zölle von US-Präsident Donald Trump zu kippen, sorgte nur
für einen kurzen Freudensprung, in dessen Zuge der Leitindex
immerhin ein neues Rekordhoch touchierte. Marktbeobachter rechnen
jedoch nur mit begrenzten Auswirkungen, da die US-Regierung Zölle
auch auf anderen Wegen durchsetzen könne.
Entsprechend rasch ebbte die Euphorie wieder ab, zumal die
anhaltende Unsicherheit im Nahen Osten die Risikofreude allgemein
gedämpft hielt. Letztlich schloss der ATX bei 5.807,44 Punkten und
damit 0,33 Prozent höher als am Vortag. Auf Wochensicht verbuchte
der Leitindex aber ein starkes Plus von 3,3 Prozent. Für den ATX
Prime ging es um 0,30 Prozent auf 2.886,08 Zähler hinauf.
Trump hat im Streit um seine aggressive Zollpolitik eine
Niederlage vor dem Supreme Court kassiert. Das Oberste Gericht der
USA entschied, dass Trump seine Befugnisse überschritten hat, als er
sich auf ein Notstandsgesetz berief, um umfangreiche Zölle gegen
Dutzende Handelspartner zu verhängen - darunter auch die Europäische
Union. Mit dem Urteil fehlt weitreichenden Zöllen Trumps nun eine
rechtliche Grundlage. Trumps Team hatte allerdings bereits
angekündigt, im Falle einer Niederlage vor dem Gericht zu versuchen,
auf andere rechtliche Grundlagen zurückzugreifen, um die Zollpolitik
des US-Präsidenten weiterhin durchsetzen zu können.
Daneben steht weiterhin der Konflikt zwischen dem Iran und den
USA im Blick der Märkte. Angesichts einer möglichen militärischen
Eskalation drohte der Iran für den Fall eines Angriffs mit
"entschlossenen und angemessenen" Gegenmaßnahmen. Am Donnerstag
hatte Trump eine Frist für ein Abkommen mit dem Iran genannt und 10
bis 15 Tage als ausreichend bewertet. Das sei "so ziemlich das
Maximum." Zugleich drohte er: "Entweder wir erzielen eine Einigung
oder es wird für sie bedauerlich."
Besser als erwartet ausgefallene Einkaufsmanagerindizes aus der
Eurozone gaben vor diesem Hintergrund kaum Unterstützung. Auch
enttäuschende Konjunkturdaten aus den USA riefen am hiesigen
Aktienmarkt keine Reaktion hervor.
Mit Blick auf die Einzelwerte folgten heimische Titel weitgehend
den gesamteuropäischen Branchentrends. Klare Gewinne verzeichneten
etwa Bau- und Immobilienwerte sowie Aktien von Versicherern, während
Öltitel das Nachsehen hatten. Porr und Strabag schlossen 2,5
respektive 3,8 Prozent fester an der ATX-Spitze. Am unteren Ende
büßten OMV und SBO zwei bzw. 2,9 Prozent ein.
Abseits des Leitindex stiegen FACC um 6,5 Prozent auf 12,16 Euro
und waren damit klarer Spitzenwert im prime market. Die Privatbank
Oddo BHF hatte die Aktien von "Neutral" auf "Outperform" angehoben
und das Kursziel von 10,0 auf 15,5 Euro erhöht.
spa/ste
ISIN AT0000999982
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Autor: - APA/spa/ste
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