| Aktien Wien Schluss: Leitindex ATX beendet starke Woche moderat im Plus |
| 20.02.2026 18:05:00 |
Der Wiener Aktienleitindex ATX hat
am Freitag in einem insgesamt trägen Handel moderat zugelegt. Die
Entscheidung des US-Supreme-Courts, zahlreiche Zölle von
US-Präsident Donald Trump zu kippen, sorgte nur für einen kurzen
Freudensprung, in dessen Zuge das Börsenbarometer immerhin ein neues
Rekordhoch touchierte. Marktbeobachter rechnen jedoch nur mit
begrenzten Auswirkungen, da die US-Regierung Zölle auch auf anderen
Wegen durchsetzen könne.
Entsprechend rasch ebbte die Euphorie wieder ab, zumal die
anhaltende Unsicherheit im Nahen Osten die Risikofreude allgemein
gedämpft hielt. Letztlich schloss der ATX bei 5.807,44 Punkten und
damit 0,33 Prozent höher als am Vortag. Auf Wochensicht verbuchte
der Leitindex aber ein starkes Plus von 3,3 Prozent. Für den ATX
Prime ging es um 0,30 Prozent auf 2.886,08 Zähler hinauf.
Trump hat im Streit um seine aggressive Zollpolitik eine Niederlage
vor dem Supreme Court kassiert. Das Oberste Gericht der USA
entschied, dass Trump seine Befugnisse überschritten hat, als er
sich auf ein Notstandsgesetz berief, um umfangreiche Zölle gegen
Dutzende Handelspartner zu verhängen - darunter auch die Europäische
Union. Mit dem Urteil fehlt weitreichenden Zöllen Trumps nun eine
rechtliche Grundlage. Trumps Team hatte allerdings bereits
angekündigt, im Falle einer Niederlage vor dem Gericht zu versuchen,
auf andere rechtliche Grundlagen zurückzugreifen, um die Zollpolitik
des US-Präsidenten weiterhin durchsetzen zu können.
Daneben steht weiterhin der Konflikt zwischen dem Iran und den USA
im Blick der Märkte. Angesichts einer möglichen militärischen
Eskalation drohte der Iran für den Fall eines Angriffs mit
"entschlossenen und angemessenen" Gegenmaßnahmen. Am Donnerstag
hatte Trump eine Frist für ein Abkommen mit dem Iran genannt und 10
bis 15 Tage als ausreichend bewertet. Das sei "so ziemlich das
Maximum." Zugleich drohte er: "Entweder wir erzielen eine Einigung
oder es wird für sie bedauerlich."
Besser als erwartet ausgefallene Einkaufsmanagerindizes aus der
Eurozone gaben vor diesem Hintergrund kaum Unterstützung. Auch
enttäuschende Konjunkturdaten aus den USA riefen am hiesigen
Aktienmarkt keine Reaktion hervor.
Mit Blick auf die Einzelwerte folgten österreichische Titel
weitgehend den gesamteuropäischen Branchentrends. Klare Gewinne
verzeichneten etwa Bau- und Immobilienwerte sowie Aktien von
Versicherern, während Öltitel das Nachsehen hatten. Porr
und Strabag schlossen 2,5 respektive
3,8 Prozent fester an der ATX-Spitze. Am unteren Ende büßten OMV
und SBO zwei beziehungsweise 2,9
Prozent ein.
Abseits des Leitindex stiegen FACC um 6,5 Prozent auf
12,16 Euro und waren damit klarer Spitzenwert im Marktsegment Prime
Market. Die Privatbank Oddo BHF hatte die Aktien von "Neutral" auf
"Outperform" angehoben und das Kursziel von 10,0 auf 15,5 Euro
erhöht./spa/ste/APA/men
ISIN AT0000999982 AT00000FACC2
AXC0200 2026-02-20/18:05
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Autor: - dpa-AFX
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