| Erneuter Warnstreik trifft Bus und Bahn in Hessen |
| 21.02.2026 11:44:00 |
Wegen erneuter Warnstreiks
müssen sich die Pendler in Hessen abermals auf Fahrtausfälle und
Verspätungen einstellen. Die Gewerkschaft Verdi hat im Tarifkonflikt
der kommunalen Verkehrsbetriebe für diesen Dienstag in Frankfurt,
Wiesbaden, Marburg, Kassel und Gießen zu weiteren ganztägigen
Arbeitsniederlegungen bei Verkehrsgesellschaften aufgerufen.
Der Streik beginnt laut Verdi jeweils mit der Frühschicht und dauert
bis zum Ende der letzten Schicht, auch wenn diese bis zum Folgetag
dauern sollte. Aufgerufene Betriebe seien die Stadtwerke
Verkehrsgesellschaft Frankfurt am Main mbH (VGF), die Stadtwerke
Gießen AG und die Marburger Verkehrsgesellschaft mbh (MVG) sowie die
Kasseler Verkehrsbetriebe (KVG) und die Wiesbadener ESWE Verkehr.
Gewerkschaft will Druck erhöhen
"Die Warnstreiks richten sich gegen die Bestrebungen der
Arbeitgeberseite, kräftig bei tariflich vereinbarten Zulagen sparen
zu wollen", teilte die Gewerkschaft mit. Dies hätten die Arbeitgeber
bei der dritten Verhandlungsrunde für den öffentlichen
Personen-Nahverkehr in Hessen überraschend aufgebracht. "Konkret
wollen sie eine tariflich vereinbarte Zulage zur
Mitarbeitergewinnung mit künftigen Tariferhöhungen verrechnen."
Zudem solle eine ebenfalls tariflich seit langem gültige Aufstockung
des Krankengelds gekürzt werden.
"Wir machen jetzt nochmal Druck mit dem weiteren hessenweiten
Streik", sagte Verdi-Verhandlungsführer Jochen Koppel laut der
Mitteilung. "Damit machen wir deutlich, dass wir entschlossen sind,
keine tariflich erprobten Vereinbarungen zu opfern. Bei den
Verhandlungen am Tag darauf erwarten wir von den Arbeitgebern, dass
sie einsichtig sind und von ihren Vorhaben ablassen."
Nächste Verhandlungsrunde am 25. Februar
Die ÖPNV-Verhandlungen werden von Verdi gleichzeitig in allen
Bundesländern geführt. Es geht in Hessen nicht um die Gehälter der
Beschäftigten, sondern um die Arbeitsbedingungen nach dem
Manteltarifvertrag. Bei der nächsten Verhandlungsrunde am 25.
Februar soll es schwerpunktmäßig um die Eingruppierung von
Tätigkeiten gehen, wie Verdi-Gewerkschaftssekretär Koppel
sagte./nis/DP/zb
AXC0014 2026-02-21/11:44
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Autor: - dpa-AFX
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