| Gewerkschaft will Stellenabbau bei DB Cargo abmildern |
| 21.02.2026 12:44:00 |
Der Chef der kriselnden Bahn-Güterverkehrstochter
DB Cargo, Bernhard Osburg, will knapp die Hälfte der rund 14.000
Stellen in Deutschland abbauen - und ruft damit den Widerstand der
Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) hervor.
Zwar unterstütze die Gewerkschaft das kürzlich vorgestellte
Sanierungskonzept Osburgs für den schwer angeschlagenen Konzern im
Grundsatz, sagte EVG-Vizechefin Cosima Ingenschay. "Cargo muss
effizienter werden, aber so ein massiver Stellenabbau ist mit uns
nicht zu machen."
EVG will hart um die Arbeitsplätze kämpfen
Die Gewerkschaft werde Alternativen entwickeln und wolle dafür auch
den Vorstand in die Pflicht nehmen. Die EVG werde hart um die
Arbeitsplätze kämpfen. "Mit einer Mannschaft von dann nur noch 8.000
Leuten Marktführer im europäischen Schienengüterverkehr zu bleiben,
ist nicht vorstellbar", betonte Ingenschay.
Die Betriebsräte würden in den nun anstehenden Verhandlungen über
das Konzept alles daran setzen, den Personalabbau abzumildern.
Osburgs Strategie sei auf Wachstum ausgelegt. Hierfür brauche es
ausreichend Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, sagte Ingenschay.
Osburg, der im Oktober die Leitung bei DB Cargo übernommen hatte,
will den Konzern stärker auf europäische Verkehre ausrichten und bis
2030 rund eine Milliarde Euro einsparen.
Am defizitären Einzelwagenverkehr hält er fest, will diesen aber an
vier Haupt- und fünf Nebenstandorten bündeln. Bei dieser
Güterverkehrsart werden einzelne Waggons bei Industriekunden
abgeholt und an Rangierbahnhöfen zu langen Zügen zusammengestellt.
Am Ziel werden sie dann wieder auseinandergenommen.
Die EVG begrüße Osburgs Bekenntnis zum Einzelwagenverkehr, sagte
Ingenschay. Eine Industrienation wie Deutschland sei auf diesen auch
mit Blick auf die Klimaziele angewiesen./maa/DP/zb
AXC0022 2026-02-21/12:44
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Autor: - dpa-AFX
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