| Umfrage: Gut jeder Fünfte entscheidet sich gegen Glasfaser |
| 21.02.2026 12:44:00 |
Gut jeder Fünfte verzichtet einer Umfrage
zufolge hierzulande auf Glasfaser-Internet - obwohl es besonders
stabile und schnelle Verbindungen ermöglicht. Wie eine
Online-Umfrage des Vergleichsportals Verivox ergab, nutzten 22
Prozent von denen, die Glasfaser im Haus hatten, den Anschluss
nicht. Der Rest hatte keinen solchen Vertrag, weil Glasfaser bei
ihnen bislang nicht im Haus war oder sie wussten es nicht. Die Frage
beantwortet hatten rund 1.500 Menschen im Alter von 18 bis 79 Jahren
- sie hatten bislang keinen Glasfaser-Tarif abgeschlossen.
Bei den 22 Prozent geht es größtenteils um Menschen, die sich
bewusst gegen Glasfaser entscheiden. Als Grund gegen einen Wechsel
zu Glasfaser wird häufig genannt, dass man mit dem bisherigen
Internetanschluss eigentlich zufrieden sei - Verbindungen über
Fernsehkabel oder VDSL-Telefonleitungen reichten ihnen also aus.
Einige sagten zudem, sie befürchteten den organisatorischen Aufwand
bei einem Anbieterwechsel.
Bei den 22 Prozent sind allerdings auch diejenigen eingeschlossen,
die Glasfaser gern nutzen würden, aber in einem Mehrfamilienhaus
wohnen und bei denen sich der Vermieter gegen die
Inhouse-Verkabelung sperrt. Glasfaser liegt bei ihnen zwar im
Keller, kommt aber nicht hoch bis in die Wohnung. Aus der Umfrage
geht hervor, dass es hierbei um circa zwei Prozentpunkte gehen
dürfte.
Glasfaser-Internet kann teurer sein
Glasfaser-Internet kann teurer sein als Verträge mit anderen
Technologien, es muss es aber nicht. Denn seit einiger Zeit sinken
die Preise, viele Anbieter wollen die Kunden mit Rabatten in
Glasfaser-Tarife locken. Die Verivox-Umfrage zeigt, dass die
Zurückhaltung gegenüber Tarifen in der neuen Technologie schwächer
wird. Vor einem Jahr hatte der Anteil der Befragten, die in ihrem
Wohnhaus Glasfaser liegen haben und es trotzdem nicht nutzen, noch
bei 32 Prozent - also zehn Prozentpunkte höher als bei der aktuellen
Befragung.
"Unsere Daten zeigen, dass die Lücke zwischen verfügbaren und
aktivierten Anschlüssen sinkt, aber immer noch beträchtlich ist",
sagt Verivox-Experte Jörg Schamberg. "Hier schlummert viel
ungenutztes Potenzial."
Ausbau läuft auf Hochtouren
Am stärksten baut in Deutschland die Deutsche Telekom
Glasfaser-Internet aus, der Bonner Konzern investiert seit Jahren
Milliardenbeträge in die neue Übertragungstechnologie. 2025 verlegte
sie Glasfaser-Kabel bei 2,5 Millionen Haushalten. Hierbei geht es um
"Homes Passed" - dort liegt die Fiber also mindestens vor der
Haustür in der Straße. Nur bei einem Teil davon wurde Glasfaser
allerdings auch bis in den Keller (FTTB, "Fiber to the Basement")
oder bis in die Wohnung (FTTH, "Fiber to the Home") verlegt.
Konkurrent Vodafone hat beim Glasfaser-Ausbau einen
Spätstart hingelegt, der Vorsprung der Telekom auf die Düsseldorfer
Firma ist groß. Außerdem mischen kommunale Unternehmen wie
NetCologne und privatwirtschaftliche Firmen wie die Deutsche
Glasfaser mit./wdw/DP/zb
ISIN DE0005557508 GB00BH4HKS39
AXC0025 2026-02-21/12:44
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Autor: - dpa-AFX
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