| Wildberger: brauchen langfristig Lösung für KI-Strombedarf |
| 21.02.2026 12:44:00 |
Bundesdigitalminister Karsten Wildberger geht
davon aus, dass steigender Strombedarf durch KI in den kommenden
Jahren über die aktuelle Versorgung gedeckt werden kann.
Längerfristig brauche man andere Lösungen, sagte der CDU-Politiker
der Deutschen-Presse-Agentur zum Abschluss des KI-Gipfels in
Neu-Delhi, ohne konkreter zu werden.
Man diskutiere darüber auf europäischer Ebene, sagte Wildberger und
verwies auf Gespräche, die er in der indischen Hauptstadt mit
Norwegen geführt habe. Das Land hat bei erneuerbaren Energien einen
Standortvorteil - Stichwort Wasserkraft.
Der KI-Boom mit dem Ausbau großer Rechenzentren wird nach
Einschätzung von Fachleuten den Strombedarf stark steigen lassen.
Gleichzeitig versucht die EU, bis 2050 klimaneutral zu werden. Gas-
und Kohleverbrennung zur Stromerzeugung scheiden damit langfristig
aus. Deutschland ist zudem aus der Atomkraft ausgestiegen.
Hoffnung Kernfusion
Wildberger hofft auch auf Kernfusion als neue klimaneutrale
Energiequelle. Dabei werden anders als bei der Kernspaltung in
herkömmlichen Atomkraftwerken, Kerne verschmolzen, wobei Energie
entsteht. Bisher wird damit nur experimentiert. Experten sind sich
angesichts schwieriger technischer Fragen uneins, ob und wann das
Prinzip praktisch zur Stromversorgung genutzt werden kann.
"Ich glaube, langfristig, so in zehn Jahren, kann das ein wichtiger
Baustein sein", sagte Wildberger. "Kurz- und mittelfristig, glaube
ich, brauchen wir natürlich andere Lösungen. Dazu gehören natürlich
auch die Erneuerbaren." Die Bundesregierung hat das Ziel ausgegeben,
dass das erste Fusionskraftwerk der Welt in Deutschland
entsteht./jr/DP/zb
AXC0026 2026-02-21/12:44
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Autor: - dpa-AFX
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