| Kritik an CDU-Absage an Limosteuer |
| 22.02.2026 08:52:00 |
Die Verbraucherorganisation Foodwatch kritisiert
die Absage der CDU an eine Limosteuer auf gezuckerte Getränke für
eine gesündere Ernährung bei Kindern und Jugendlichen. "Die CDU hat
nicht nur die Chance verpasst, Krankheiten und das damit verbundene
Leid zu mindern, sondern auch Milliarden an Kosten einzusparen",
sagte eine Foodwatch-Sprecherin. Der Ärzteverband Marburger Bund
mahnte, Gesundheitsschutz dürfe nicht hinter kurzfristigen
wirtschaftlichen Interessen zurückstehen.
Der CDU-Bundesparteitag in Stuttgart hatte am Samstag einen Vorstoß
des Landesverbands Schleswig-Holstein abgelehnt. Der Antrag sah vor,
dass die CDU die Einführung einer Steuer auf Getränke mit hohem
Zuckeranteil fordert. Sie sollte mit gestaffelten Sätzen Anreize
setzen, den Zuckergehalt zu senken. Gefordert wurde darin auch eine
Altersgrenze von 16 Jahren für Energy-Drinks.
Nächster Anlauf im Bundesrat?
Die Vorsitzende des Marburger Bunds, Susanne Johna, erläuterte:
"Softdrinks enthalten oft ein Vielfaches der empfohlenen
Tageszuckermenge." Besonders Kinder und Jugendliche nähmen so
regelmäßig große Mengen Zucker auf, was Übergewicht, Diabetes und
Karies begünstige. Eine maßvolle, am Zuckergehalt orientierte Steuer
wäre ein marktwirtschaftliches Instrument der Prävention. Foodwatch
forderte, jetzt müssten die Länder Vernunft beweisen und eine vom
Land Schleswig-Holstein angekündigte Bundesrats-Initiative
unterstützen.
Vor dem Parteitag hatten 46 Mediziner- und Verbraucherverbände an
die CDU appelliert, sich für eine Zuckersteuer auszusprechen. Der
Appell wurde unter anderem von Foodwatch, dem Marburger Bund, der
Bundesärztekammer und medizinischen Fachgesellschaften unterstützt.
Bundesernährungsminister Alois Rainer (CSU) hatte einer Zuckersteuer
bereits eine Absage erteilt./sam/bk/mfi/poi/DP/zb
ISIN US7134481081 US1912161007
AXC0007 2026-02-22/08:52
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Autor: - dpa-AFX
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