| ROUNDUP: Bayern-Jäger BVB rettet einen Punkt in Leipzig |
| 22.02.2026 09:05:00 |
Die BVB-Profis freuten sich nur kurz, nach der
Last-Minute-Punktrettung im Topspiel huschte auch bei Trainer Niko
Kovac erst spät ein Lächeln durchs Gesicht. Borussia Dortmund
hat seine Super-Serie in einer packenden Schlussphase
am Abend bei RB Leipzig zwar aufrechterhalten. Von der Bayern-Jagd
ist vor dem direkten Duell in der Fußball-Bundesliga mit den
Münchnern am kommenden Wochenende aber vorerst wieder wenig
übriggeblieben nach dem 2:2 (0:2) bei den Sachsen.
BVB sauer auf VAR nach Zweikampf gegen Adeyemi
"Wir haben ärgerliche zwei Tore bekommen", sagte BVB-Keeper Gregor
Kobel beim Sender Sky: Es sei aber nicht so, dass Leipzig kein
Fußball spielen könne. Der BVB liegt nun aber acht Zähler hinter
Tabellenführer München. "Grundsätzlich gut, dass die Mannschaft noch
mal zurückgekommen ist", betonte BVB-Sportdirektor Sebastian Kehl,
monierte aber: "Wir haben es in der ersten Halbzeit nicht richtig
gut gemacht."
Sie seien dann in der zweiten Halbzeit näher dran gewesen, das Spiel
zu gewinnen, meinte Kehl und reklamierte auch noch mal einen
Foulelfmeter nach einem Zweikampf mit Karim Adeyemi, der im
Strafraum der Leipziger in der Schlussphase zu Fall gekommen war.
Der VAR verzichtete sehr zum Unwillen der Borussen auf eine
Überprüfung.
Immerhin baute die Borussia ihre Serie von ungeschlagenen Spielen
auf 16 aus: Nur drei Mannschaften (AC Mailand, Fenerbahce Istanbul
und Slavia Prag) sind europaweit derzeit besser. Leipzig bleibt
Fünfter.
Vor 47.800 Fans avancierte Christoph Baumgartner schon in der ersten
Halbzeit zum Leipziger Helden. Der Top-Scorer der Sachsen schloss
zweimal den nahezu identischen Spielzug ab, sorgte mit Toren in der
20. und 39. Minute für die hochverdiente Halbzeit-Führung. Leipzig
brachte Dortmund zurück ins Spiel, Romulo (50.) unterlief ein
Eigentor. In der fünften Minuten der Nachspielzeit gelang Fabio
Silva der Ausgleich nach Zuspiel von Karim Adeyemi.
Dortmund bleibt damit so etwas wie der Aufbaugegner der Leipziger,
die in diesem Jahr bisher unterdurchschnittlich in der Leistung und
im Punkte sammeln waren. Das Remis war das sechste Heimspiel der
Sachsen gegen den BVB ohne Niederlage, zuvor hatte es fünf Siege
gegeben. Zudem bleibt Niko Kova? im Trainer-Duell mit Ole Werner
ohne Sieg.
Baumgartner spielt mit BVB-Abwehr
Im Vergleich zum souveränen Playoff-Auftritt in der Champions League
gegen Atalanta Bergamo am Dienstag nahm BVB-Coach Kova? nur eine
Veränderung vor. Anstelle von Julian Brandt agierte der Ex-Leipziger
Marcel Sabitzer im offensiven Mittelfeld. Dort setzte der
österreichische Nationalspieler zunächst wenig Akzente. Nach acht
Minuten musste BVB-Keeper Gregor Kobel zum ersten Mal gegen Romulo
eingreifen.
Im direkten Konter stürmte plötzlich Maximilian Beier auf das
Leipziger Tor zu, scheiterte aber an Maarten Vandevoordt. Der
Belgier war für den verletzten Peter Gulacsi zwischen die Pfosten
gerückt, er soll den langjährigen Kapitän mittelfristig als Nummer
eins ersetzen. "Wir haben Energie auf den Platz gebracht und zwei
sehr schöne Tore gemacht", sagte Gulacsi in der Halbzeit.
Zwei nahezu identische Tore über die linke Seite sogar. Zunächst
brachte Nicolas Seiwald mit einem präzisen Diagonalball Yan Diomande
ins Spiel. Der Shooting-Star der Saison tanzte Julian Ryerson aus,
brachte den Ball flach in die Mitte, wo der zum kurzen Pfosten
gelaufene Baumgartner vollendete. Acht Minuten später wählte
Baumgartner denselben Laufweg, doch sein Abschluss ging knapp am
langen Pfosten vorbei.
Trotz der Ausfälle von Nico Schlotterbeck, Emre Can und Niklas Süle
sollte sich die BVB-Abwehr nun auf Baumgartners Laufweg eingestellt
haben. Oder auch nicht: In der 37. Minute verfehlte Österreicher am
kurzen Pfosten knapp das Tor, zwei Minuten später traf er nach
Vorlage von Nationalspieler David Raum zum zweiten Mal - sein
zehntes Bundesliga-Tor der Saison.
Romulo bringt Dortmund wieder ins Spiel
Nach dem Wechsel kam der BVB prompt zurück ins Spiel - mit Leipziger
Hilfe. Nach einer Ecke von Ryerson verlängerte der Leipziger Willi
Orban unfreiwillig und Romulo kann sein Kopfball-Eigentor nicht
verhindern. Es war allerdings mitnichten so, dass das Tor als
Initialzündung für den BVB diente. Auch wenn die Gäste etwas
engagierter nach vorn spielten, blieben Großchancen lange Zeit aus.
Stattdessen hatte Ridle Baku (73.) das dritte RB-Tor auf dem Fuß.
Der Nationalspieler umkurvte Kobel, hatte nur noch das leere BVB-Tor
vor sich. Doch der Winkel war bereits zu spitz, Rami Bensebaini
klärte problemlos.
Als alles schon nach einem Leipziger Sieg aussah, wurde Karim
Adeyemi nochmal steil geschickt. Der Nationalspieler war schneller
als Castello Lukeba, lete den Ball flach quer - und Fabio Silva
vollendete mühelos am zweiten Pfosten./bat/DP/zb
ISIN DE0005493092
AXC0019 2026-02-22/09:05
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Autor: - dpa-AFX
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