| Neuer Industriestandort nahe Tesla geplant - Streit um Wald |
| 22.02.2026 13:08:00 |
Rund zwanzig Kilometer von Grünheide mit
dem Tesla -Werk entfernt könnte bei Fürstenwalde/Spree
im Osten Brandenburgs ein großer Gewerbe- und Industriestandort
entstehen. Eine Initiative protestiert dagegen und kritisiert, dass
viel Wald abgeholzt werden müsse.
In einer Machbarkeitsstudie im Auftrag der Stadt im Oder-Spree-Kreis
ist von einer rund 240 Hektar großen Entwicklungsfläche für einen
möglichen Industriestandort die Rede. Tesla hatte 2020 in Grünheide
im selben Landkreis ein rund 300 Hektar großes Gelände für seine
Fabrikansiedlung gekauft und Proteste ausgelöst.
Die Stadt Fürstenwalde teilte auf Anfrage mit, es handle sich um
einen "Vorsorgestandort". Er gehe um eine vorausschauende Planung
großer Flächen, die in Brandenburg nur vereinzelt oder gar nicht
verfügbar seien.
Fragen zu eventuell zu rodenden Flächen ließen sich derzeit noch
nicht beantworten, hieß es. Konkrete Ansiedlungen erfolgten zudem
frühestens in drei bis fünf Jahren. Fürstenwalde liegt etwa 70
Kilometer südöstlich von Berlin an der A12.
Walderhalt gefordert
Kritiker werfen der Stadt fehlende Transparenz und Bürgernähe vor.
Eine Bürgerinitiative mit dem Namen "Walderhalt Spreetal" spricht
von einem XXL-Industriegebiet, das in Fürstenwalde-Ost und einer
weiteren Kommune entstehen soll.
"Wenn die Pläne der Stadt Fürstenwalde und der Gemeinde Langewahl
umgesetzt würden, wird sich in der Region Oder-Spree einiges ändern:
Beide Gemeinden wollen rund 300 Hektar Wald für einen enorm großen
Industriestandort umwidmen, annähernd die Größe des Tesla-Geländes",
so die Gruppe der Kritiker in einer Mitteilung. Auf deren
Internetseite sprechen sie zudem von einem 430 Hektar großen
Waldgebiet, das bedroht sei. Eine Sprecherin der Stadt Fürstenwalde
meinte dazu: "Hier stellt sich uns die Frage, auf welcher
Datengrundlage diese aktuelle Kommunikation basiert."
Stadt: Land braucht große Flächen für Unternehmensansiedlungen
Ziel sei es, die Flächen planerisch vorzubereiten, damit Investoren
später bei Bedarf schnell geeignete Standorte über die
Wirtschaftsförderung Brandenburg finden könnten, so die Stadt. "Das
Land benötigt Flächen dieser Art, um mögliche große
Ansiedlungsinteressen bedienen zu können. Es geht dabei nicht um
kleinteilige Unternehmensansiedlungen."
Für die Wirtschaft in der Region gab es 2023 eine Hiobsbotschaft: In
Fürstenwalde steht die Schließung der Goodyear
-Reifenproduktion bevor. Das Unternehmen hatte das bis
Ende 2027 angekündigt./mow/DP/zb
ISIN US88160R1014 US3825501014
AXC0028 2026-02-22/13:08
|
Autor: - dpa-AFX
|
| Copyright dpa-AFX Wirtschaftsnachrichten GmbH. Alle Rechte vorbehalten. Weiterverbreitung, Wiederveröffentlichung oder dauerhafte Speicherung ohne ausdrückliche vorherige Zustimmung von dpa-AFX ist nicht gestattet. |
|
|
| DAX | 25.260,69 | 217,12 | 0,87% |
| TecDax | 3.721,50 | 23,30 | 0,63% |
| MDAX | 31.823,39 | 344,38 | 1,09% |
| Dow Jones (EOD) | 49.625,97 | 230,81 | 0,47% |
| Nasdaq 100 | 25.012,62 | 215,28 | 0,87% |
| S & P 500 (EOD) | 6.909,51 | 47,62 | 0,69% |
| SMI | 13.859,76 | 60,17 | 0,44% |
|
| EUR/US$ | 1,1783 | 0,00 | 0,08% |
| EUR/Yen | 182,7310 | 0,24 | 0,13% |
| EUR/CHF | 0,9137 | 0,00 | 0,13% |
| EUR/Brit. Pfund | 0,8738 | -0,00 | -0,06% |
| Yen/US$ | 0,0064 | 0,00 | 0,09% |
| CHF/US$ | 1,2901 | 0,00 | 0,04% |
|
| baha Brent Indication | 71,48 | -0,26 | -0,36% |
| Gold | 5.056,04 | 48,10 | 0,96% |
| Silber | 80,43 | 2,45 | 3,14% |
| Platin | 2.130,35 | 65,58 | 3,18% |
| |
|
|