| 500 Passagiere sitzen wegen Schnee nachts in Flugzeugen fest |
| 22.02.2026 17:32:00 |
Etwa 500 Passagiere haben mitten im Winter
unfreiwillig eine Nacht in Flugzeugen am Münchner Flughafen
verbracht. Ihre für Donnerstagabend geplanten Flüge waren nach
starken Schneefällen in der Nacht zum Freitag gestrichen worden -
nachdem schon alle Passagiere an Bord und die Flugzeuge startbereit
waren, wie ein Sprecher der Lufthansa mitteilte.
Nach Angaben des Münchner Flughafens konnten die Reisenden wegen
fehlender Busse und Parkmöglichkeiten am Terminal nicht mehr dorthin
zurückkehren - und mussten zwangsläufig in den Flugzeugen ausharren.
Zuvor hatte RTL.de darüber berichtet.
Die Schneefälle hatten nach Angaben des Flughafens am Donnerstag
über den gesamten Tag für Verspätungen und Ausfälle gesorgt. 100
Flüge seien gestrichen worden. Am Abend hätten einige Flüge
Sondergenehmigungen erhalten, um auch noch nach 1.00 Uhr starten zu
können - in München gilt normalerweise ein Nachtflugverbot. Wegen
des Schnees hätten bereits abgefertigte und startbereite Flüge aber
dann doch keine Starterlaubnis bekommen, berichtete ein
Lufthansa-Sprecher.
Die Passagiere hätten aber nicht mehr zum Terminal zurückkehren
können: "Zu diesem Zeitpunkt waren bereits alle Parkmöglichkeiten
für Flugzeuge direkt am Terminal belegt und die Buskapazitäten auf
den Vorfeldern eingeschränkt", teilte der Flughafen mit.
Fluggäste harren bis zum Morgen in Flugzeugen aus
Fluggäste und Besatzungen konnten die Flugzeuge nicht mehr verlassen
und mussten die Nacht im Flugzeug auf dem Vorfeld verbringen.
Betroffen waren nach Angaben der Lufthansa neben drei
Lufthansa-Flügen nach Singapur, Kopenhagen und Danzig auch zwei
Air-Dolomiti-Flüge nach Graz und Venedig. Erst am frühen Morgen
fuhren nach Angaben des Lufthansa-Sprechers wieder Busse, die die
Passagiere abholten.
Warum keine Busse vorhanden waren, die die Passagiere zum Terminal
bringen konnten, konnte der Sprecher der Lufthansa nicht sagen. Für
die Organisation der Busse sei der Flughafen zuständig.
Dieser war für weitere Nachfragen zu dem Vorfall zunächst am Sonntag
nicht zu erreichen. "Wir bedauern die damit entstandenen
Unannehmlichkeiten sehr", teilte ein Sprecher des Flughafens München
lediglich mit./lbr/DP/jha
AXC0053 2026-02-22/17:32
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Autor: - dpa-AFX
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